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Bibliographische Angaben zur Publikation

Senkrechtstarter unter den Integrationsfirmen


Autor/in:

Basener, Dieter


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

KLARER KURS, 2008, 1. Jahrgang (Heft 4), Seite 24-28, Hamburg: 53 Grad NORD, ISSN: 1867-6693


Jahr:

2008



Abstract:


Eine erfolgreiche Integrationsfirma zeichnet sich durch eine enge Kooperation mit Unternehmen der freien Wirtschaft aus. Die Firma Di.hako in Trappenkamp hat diesen Weg von Anfang an konsequent verfolgt. Im ersten Geschäftsjahr 2001 machte das Unternehmen einen Umsatz von 350. 000 Euro, der bis 2007 auf 3, 5 Millionen Euro stieg. Von den 80 Mitarbeitern der Di.hako haben 44 eine Behinderung.

Die Di.hako ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie und der Hako Werke, einem mittelständischen Hersteller von Reinigungsgeräten. Die drei Di. hako-Betriebe und ein Betriebsteil der Hako-Werke fertigen gemeinsam als Systemlieferant Maschinenkomponenten für das Hako-Stammwerk in Bad Oldesloe. Di.hako tec stellt Metallkomponenten her, Di.hako dip übernimmt die Vormontage und Di.hako log ist die Logistikabteilung.

Bereits in den 90er Jahren haben die Hako-Werke Aufträge an Werkstätten für behinderte Menschen vergeben. Diese Zusammenarbeit sollte intensiviert werden und so wurde nach zwei Jahren Planung der Betrieb Dip GmbH gegründet. Kurz darauf folgte die Di.hako tec GmbH. Das Integrationsunternehmen und die Hako-Werke profitieren beide von der Zusammenarbeit. Das Intergrationsunternehmen ist ein verlässlicher Dienstleister mit eigenem Maschinenpark und fest in die betrieblichen Abläufe eingebunden.

Durch das Outsourcen werden Investitionen gespart und so kommt es sogar dazu, dass Aufträge aus Osteuropa und Asien zurück nach Schleswig-Holstein geholt werden. Beschäftigt werden vor allem psychisch erkrankte, sinnes- und körperbehinderte Menschen. Zukünftig wolle man aber auch Menschen mit geistiger Behinderung anstellen. Um geeignete Personen zu finden, kooperiert Di.hako mit den örtlichen Integrationsfachdiensten, die das Profil des Unternehmens kennt. Außerdem werden Lehrlinge ausgebildet.

Der Geschäftsführer kalkuliert pro Arbeitnehmer etwa drei Jahre Einarbeitungszeit. Nur etwa zwei Drittel erhalten jedoch eine Dauerbeschäftigung, denn nicht jeder ist den Anforderungen in einem Industriebetrieb gewachsen. Di.hako sieht sich als Teil des ersten Arbeitsmarktes und so sind Vermittlungen in andere Betriebe nicht angestrebt. Trotzdem ist ein Ende für die Di.hako noch nicht in Sicht, denn sie ist für weiteres Wachstum angelegt. Die Kooperation zeige, dass die Zusammenarbeit eines sozialen Trägers und einem Betrieb des ersten Arbeitsmarktes ein zukunftsträchtiges Modell ist.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Adresse: di.hako Integrationsunternehmen




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


KLARER KURS - Magazin für berufliche Teilhabe
Homepage: https://www.53grad-nord.com/klarer_kurs.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0170/0010


Informationsstand: 13.02.2009

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