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Bibliographische Angaben zur Publikation

Epidemiologische Fall-Kontroll-Studie zur Untersuchung von Dosis-Wirkungsbeziehungen bei der BK 2108: Die Deutsche Wirbelsäulenstudie ist abgeschlossen


Autor/in:

Kranig, Andreas


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die BG, 2007, Heft 9, Seite 318-319, Berlin: Schmidt, ISSN: 0723-7561


Jahr:

2007



Abstract:


Der Abschlussbericht über die 2002 vergebene epidemiologische Fall-Kontroll-Studie zur Untersuchung von Dosis-Wirkungsbeziehungen bei der BK 2108 liegt seit Juni 2007 in seiner endgültigen Fassung vor. Aus Sicht des Verbandes lässt sich konstatieren, dass man einige wesentliche Schritte weiter, aber noch nicht am Ende des Weges ist.

Die Ergebnisse der 2002 begonnenen Deutschen Wirbelsäulenstudie liegen ebenfalls vor. Der Verband als Auftraggeber und die Forschungsgruppe haben angestrebt, die Probleme zu erfassen und sie durch transparente Darstellung einer offenen und fairen Diskussion zugänglich zu machen. Durch folgende Punkte sollte ein möglichst gut fundiertes Ergebnis der Studie gewährleistet werden:
- Der Verband hat gemeinsam mit Experten und Beratern das Studiendesign entwickelt und die Studie öffentlich ausgeschrieben
- Die Vor- und Nachteile verschiedener Studientypen wurden abgewogen
- Es wurden zahlreiche konzeptionelle Festlegungen getroffen, um Schwächen früherer vergleichbarer Studien zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren

Die Validierung des Mainz-Dortmunder-Dosismodells hat ergeben, dass es im Rahmen der Fragestellung der Studie wohl nicht das am besten geeigneteste Modell ist, um Dosis-Wirkungsbeziehungen bei bandscheibenbedingten Wirbelsäulenerkrankungen abzubilden. Die am besten anpassenden Modelle können allerdings nach erster Einschätzung das MDD im Rahmen der bestehenden BK kurzfristig noch nicht ersetzen.

Es wird noch einige Zeit zur Erfassung des Inhaltes und zur Ableitung der Konsequenzen benötigt. Zum jetzigen Zeitpunkt kann jedoch festgestellt werden, dass sich ein erweiterter Ansatz für die Prävention von Rückenbeschwerden zur Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren ergibt. Es soll weiterhin geklärt werden, in welchem Verhältnis es sich bei den Effekten der arbeitsbedingten Belastungen um echte Verursachung von Bandscheibenschäden handelt, wie es zu erklären ist, dass bei Bildung von Höchstrisikogruppen mehrere der relativ gut angepassten Modelle keine lineare Dosis-Wirkungs-Beziehung ausweisen und wie mit dem Studienergebnis umzugehen ist, da es weder für Männer und Frauen noch für die Entstehung von Bandscheibenvorfällen und Chondrosen ein optimales Modell gibt.

Hierzu sind einige zusätzliche Betrachtungen angedacht, die im Rahmen der Studie selbst nicht mehr durchgeführt werden konnten. Danach wird sich abzeichnen, welche bisherigen Auffassungen zu revidieren sind, ob ein besseres Modell das MDD tatsächlich ablösen kann und ob die Studienergebnisse auf die erwähnten Konsensempfehlungen ein neues Licht werfen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Betriebliche Prävention (vormals BPUVZ, die BG)
Homepage: https://www.beprdigital.de/archiv.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0156/6299


Informationsstand: 26.09.2007

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