Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Prozessoptimierung durch Case Management


Autor/in:

Wendt, Wolf Rainer


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung e.V. (BAG UB)


Quelle:

Impulse, 2000, Nummer 17 (Ausgabe Oktober), Seite 40-44, Hamburg: Eigenverlag, ISSN: 1434-2715


Jahr:

2000



Link(s):


Link zu dem Beitrag (PDF | 44 KB)
Link zu 'Impulse' Nummer 17 (PDF | 651 KB)


Abstract:


Der Begriff des Case Managements wird definiert und erläutert. Verschiedene Aspekte spielen in den Prozess von Rehabilitation hinein. Er dauert längere Zeit, es gibt mehrere Personen und verschiedene Dienste, die beteiligt sind, formelle und informelle Hilfen werden benötigt, es gibt ein Neben- und ein Nacheinander gesundheitlicher, sozialer und beschäftigungs- oder berufsbezogener Gesichtspunkte.

Case Management ist nun die Methode, nach der die Abläufe, die Koordination und die Zusammenarbeit im Einzelfall zielwirksam gesteuert werden können. Dabei kommen immer folgende Phasen zum Tragen:
1. Der Zugang zum Dienst, die Fallaufnahme;
2. Die Situationseinschätzung und Bedarfsfeststellung;
3. Die Zielvereinbarung und darauf bezogene Absprachen zum Vorgehen;
4. Die kontrollierte Umsetzung bei koordinierter Leistungserbringung;
5. Die Prozess- und Ergebnisbewertung;
6. Die verantwortliche Berichterstattung.

Damit werden durch Case Management keine neuen Inhalte geschaffen, diese gab es auch vorher schon. Aber es stellt sie systematisch in Zusammenhang, schafft dadurch eine Einheit aller Vorgänge und prüft den gesamten Prozess auf seine Wirksamkeit. Case Management ist somit ein Instrument der Organisation im Versorgungszusammenhang und koordiniert den Einsatz aller Beteiligten.

Dementsprechend gibt es drei Blickwinkel auf Case Management: Für den professionellen Helfer bedeutet Case Management, dass er fragen muss, ob seine Dienstleistung planmäßig vorgesehen und vereinbart ist und dass er seine Einzelleistung in den großen Zusammenhang einordnen muss.

Für den Nutzer bietet es in erster Linie Transparenz von Vorgängen, um Entscheidungen selbstbestimmt und selbstverantwortlich fällen zu können. Denn Case Management erfordert eine aktive Beteiligung des Betroffenen am Prozess der Problembewältigung. Und schließlich ist es aus der übergeordneten Sicht von Dienstleistern oder Leistungsträgern ein koordiniertes, strukturiertes Versorgungsmanagement.

Die oben genannten Dimensionen des Case Managements werden im Einzelnen erläutert. Abschließend wird darauf hingewiesen, dass Case Management ein hohes Maß an Zusammenarbeit unterschiedlichster Stellen voraussetzt und ohne sie nicht funktionieren kann.

In Bezug auf die Frage, wer die Fallführung tatsächlich übernimmt, werden verschiedene Möglichkeiten genannt, so zum Beispiel der Leistungsträger, der Leistungserbringer, eine selbstständige, neutrale Stelle, die Case Management als Dienstleistung anbietet oder eine Vertrauensperson des Nutzers.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin Impulse
Homepage: https://www.bag-ub.de/impulse

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0141/0058


Informationsstand: 18.10.2004

in Literatur blättern