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Bibliographische Angaben zur Publikation

Barrierefreier Zugang - eine Chance für Infrastrukturen von hoher Qualität


Autor/in:

Bühler, Christian


Herausgeber/in:

Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT)


Quelle:

Orthopädie-Technik, 2008, 59. Jahrgang (Heft 10), Seite 753-758, Dortmund: Orthopädie-Technik, ISSN: 0340-5591


Jahr:

2008



Abstract:


Aufgrund des sozialen, technischen und medizinischen Fortschritts hat in den letzten Jahrzehnten die Lebenserwartung der Menschen in den westlichen Industriegesellschaften deutlich zugenommen. Damit nimmt aufgrund der Korrelation von Alter und Behinderung auch die Behinderungsquote zu - es wird ein Anstieg von rund zehn auf 17 Prozent erwartet.

Moderne Rehabilitationssysteme richten sich an einer funktionalen Gesundheit mit Aktivitäts- und Teilhabekonzepten aus. Dabei stehen nicht die individuellen Schädigungen und Behinderung im Vordergrund, sondern die Fähigkeiten und Zielsetzungen der Menschen und ihre Beziehungen und Verknüpfungen mit dem konkreten physischen und sozialen Umfeld. Der Einsatz von Technologie wird als wirkungsvolle Möglichkeit zur Unterstützung des Integrationsprozesses betrachtet.

Das moderne Verständnis der assistiven Technologie (AT) richtet den Fokus auf die Lösung der alltäglichen Probleme von Menschen mit Behinderungen. Es wird versucht, das, was eine Person tun möchte und tun kann, mit den Anforderungen der Umgebung in Einklang zu bringen.

Neben spezifischen individuell angepassten Produkten sind heute vor allem vernetzte Infrastrukturen in der Diskussion: Mit den Konzepten der ambienten Intelligenz und ambient assisted living (AAL) erfährt der traditionelle Begriff der Barrierefreiheit eine Renaissance und zusätzliche Bedeutung.

Die Maßnahmen der Barrierefreiheit, die für Menschen mit Behinderung gedacht sind, bringen einen Mehrwert für weitaus größere Bevölkerungsteile. Sie haben im Sinn eines Designs für alle ein Potential zur Verbesserung des Komforts, der Sicherheit und der Nutzbarkeit der Infrastrukturen. Barrierefreiheit wird damit zum wichtigen Qualitätsfaktor der Infrastruktur.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Barrier Free Accessibility - an Opportunity for High Quality Infrastructures


Abstract:


Because of the social, technical and medical progress life expectancy of the people in the western industrial societies has significantly increased during the last decades. With this the rate of handicapped persons is increasing because of the correlation between age and handicap - an increase by ten percent to a total of 17 percent is expected. Modern rehabilitation systems are oriented on a functional health with activity and participation concepts. In these it is not the individual damages and handicaps which are in the centre of attention but the abilities and aims of the people and their relations and connections with the concrete physical and social surroundings. The application of technology is regarded as an efficient possibility to support the process of integration.

The modern way of seeing assistive technology (AT) focuses the solution of everyday problems of handicapped persons. We try to harmonize what a person wants to do and can do with the demands of surroundings. Besides specific and individually adapted products it is above all network infrastructures which are being discussed: With the concepts of Ambient Intelligence and Ambient Assisted Living (AAL) the traditional term of the barrier free accessibility acquires a renaissance and additional significance. The measure taken for barrier free accessibility, which meant for handicapped persons, bring about a gain for a much bigger part of the population. In the sense of a Design for everybody they have a potential for the improvement of comfort, security and the usability of infrastructures. Barrier free accessibility is thus becoming an important quality factor of infrastructure.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Fachmagazin Orthopädie-Technik
Homepage: https://360-ot.de/kurzportrait/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0134/6859


Informationsstand: 07.11.2008

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