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Bibliographische Angaben zur Publikation

Osseointegration - Die praktische Durchführung einer Prothesenversorgung


Autor/in:

Häggström, Eva


Herausgeber/in:

Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT)


Quelle:

Orthopädie-Technik, 2007, 58. Jahrgang (Heft 1), Seite 20-21, Dortmund: Orthopädie-Technik, ISSN: 0340-5591


Jahr:

2007



Abstract:


Für den Patienten stellt eine Oberschenkelamputation eine schwere Behinderung dar. Häufig trifft man auf Menschen, die Probleme mit ihrem Schaft haben. In Göteborg gibt es seit 1990 eine Alternative, nämlich Branemarks Osseointegration, eine einfache Befestigung der Prothese an einem die Haut durchdringenden Stützpfeiler, der eine direkte Verbindung zum Knochen hat. Zurzeit werden etwa 100 Patienten mit einer solchen Prothese in Göteborg, London und Melbourne, Australien behandelt. Eva Häggström von der Universitätsklinik Sahlgrenska stellt die Durchführung dieser Prothesenversorgung vor.

Die Auswahl der Patienten erfolgt im Team. Für die Behandlung kommen Trauma- und Tumorpatienten in Frage. Zwischen den zwei Operationen liegt ein Zeitraum von sechs Monaten, während dem eine Schaftprothese benutzt werden kann. Vier bis sechs Wochen nach der zweiten Operation kann das Training beginnen. Für die Unterweisung durch den Physiotherapeuten muss der Patient nach Göteborg kommen. Das Training kanneer allerdings zuhause absolvieren.

Das An- und Ausziehen der Prothese ist in wenigen Sekunden leicht durchzuführen, wobei eine Befestigungsvorrichtung die Verbindung zwischen dem Stützpfeiler und der Prothese herstellt. Zu Beginn des Trainings wird eine kurze Prothese verwendet. Die erste lange Prothese wird in den ersten sechs bis zwölf Monaten mit mehr Dämpfungselementen ausgestattet.

Das Kniegelenk muss nicht nur über einen vollen Flexionswinkel verfügen, sondern auch Schwungphase und Extension kontrollieren können. Das C-Leg oder das Rheo-Knee arbeiten sehr gut bei dieser Art von Prothese und auch kosmetische Verkleidungen sind leicht anzubringen.

Seit dem Beginn im Jahre 1990 hat sich die Behandlung verändert. So gibt es heute ein striktes Protokoll, namens Osseointegration of Protheses for Rehabilitation Amputees (OPRA). Durch die Verbesserung der Behandlung liegt die Erfolgsrate mittlerweile bei über 95 Prozent. Die Patienten berichten sowohl von positiven als auch negativen Erfahrungen. Das Wichtigste sei jedoch, die Patienten gut zu versorgen sowie die Zusammenarbeit im Team.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Orthopädie-Technik
Homepage: https://verlag-ot.de/fachzeitschrift/kurzportrait/index_ger....

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Referenznummer:

R/ZS0134/6002


Informationsstand: 14.02.2007

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