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Bibliographische Angaben zur Publikation

Mit Alpha-Tier im Zoo - Praxistest: Das neue C-Leg mit Trias-Fuß von Otto Bock


Autor/in:

Belitz, Gunther


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

HANDICAP, 2007, 14. Jahrgang (Heft 1), Seite 118-124, München: Belitz & Neumann


Jahr:

2007



Abstract:


Im vergangenen Jahr präsentierte Otto Bock das neue C-Leg, das in dem Artikel von Gunther Belitz mit dem neuen Trias-Prothesenfuß vorgestellt wird. Das C-Leg baut auf der bewährten Konstruktion auf und ist durch erweiterte und verbesserte individuelle Einstellmöglichkeiten für den Prothesenträger ergänzt worden.

Getestet wurde das C-Leg im Münchner Tierpark Hellabrunn. Zunächst hieß es einen einstündigen Fußmarsch zurückzulegen. Die sieben Kilometer zügig zu gehen war mit dem C-Leg eine Wonne, so Belitz, da man nicht den Eindruck habe auf den Unterschenkel warten zu müssen und der Fuß immer zu rechten Zeit aufsetzt. Durch die elektronische Steuerung wird verhindert, dass das Kniegelenkt bei hohen Geschwindigkeiten und Tempiwechseln abrupt in der Streckung anschlägt. Dabei bekommt der Anwender von der Arbeit des Mikroprozessors und den Stellvorgängen an der Hydraulikeinheit nichts mit.

Mit der Wireless-Remote-Control, die nicht größer ist als ein Autoschlüssel, lassen sich die verschiedenen Modi des Computerknies per Knopfdruck steuern. So kann zum Beispiel die Dynamik der Schwungsphasensteuerung innerhalb einer vom Orthopädie-Techniker vorkonfigurierten Bandbreite in drei Stufen variiert oder der Stehmodus ein- und ausgeschaltet werden. Auch der neue Trias-Fuß überzeugt Belitz vollauf. Der Fersenauftritt ist angenehm nachgiebig und der Fuß gleitet reibungslos vom Auftreten in die mittlere Standphase und hält beim Überrollen die Spannung.

Beim Treppensteigen ist auf die computergesteuerte Standphasendämpfung des C-Legs Verlass. Der Dämpfungswiderstand der Hydraulik reproduziert die Funktion der fehlenden Beugemuskulatur und so sinkt man beim Prothesenschritt auf die Treppenstufe in den eingestellten Beugungswiderstand. Die neue Version des C-Legs erscheint in einem edlen Anthrazit und um silberne Elemente ergänzt. Der Carbonrahmen der Testprothese wird vom Protektor in der Farbe Delphin umhüllt.

Angenehm sei weiterhin, dass man das C-Leg beim Gehen nicht mehr aktiv mit der Stumpfmuskulatur sichern muss, da die hydraulische Sandphasendämpfung diese Aufgabe übernimmt. Durch den Beugewinkel von 125 Grad und den perfekt ins System integrierbaren Drehadapter ist ein bequemes Sitzen möglich.

Mittels Fernbedienung lässt sich der 2. Modus aktivieren. Dieser ergänzt den ersten Modus durch individuelle Einstellungen für spezifische Bewegungsabläufe. So kann beispielsweise eingestellt werden, dass das Gelenk ohne Dämpfungswiderstände frei beweglich ist, wie es das Fahrradfahren voraussetzt. Auch Ski-Langlauf und Inline-Skating sind mit dem C-Leg möglich.

Die C-Soft-Software für den PC und die BionikLink-Anbindung erleichtert dem Techniker die individuelle Konfiguration. Alle Einstellschritte sind dokumentiert und können über eine Menüsteuerung vorgenommen werden. Der Akku hält bei normalem Verbrauch etwa 45 Stunden und schaltet, wenn die Akkuladung zur Neige geht, nach mehrmaligem Alarm in den Sicherheitsmodus. Dieser hat zur Folge, dass man sich nur noch mühsam fortbewegen kann. Aus diesem Grund sollte das C-Leg über Nacht immer an die Steckdose angeschlossen sein.

Der Autor und Tester des C-Legs Gunther Belitz fasst zusammen, dass das C-Leg durch intelligente Technologie, ausgereifte Funktionalität und zeitgemäßes Design besticht. Es ermöglicht eine dynamische und stets sichere Fortbewegung, ein weitgehend natürliches Gangbild und mehr Lebensqualität.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


C-Leg Kniegelenke | REHADAT-Hilfsmittel




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


HANDICAP - Das Magazin für Lebensqualität für Menschen mit Behinderungen und ihre Freunde
Homepage: http://www.handicap.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0130/6368


Informationsstand: 08.11.2007

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