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Bibliographische Angaben zur Publikation

Modellprojekt Case-Management zur Erhaltung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen behinderter Menschen


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation e.V. (BAR)


Quelle:

Reha-Info, 2000, Nummer 2, Seite 5-6, Frankfurt am Main: Eigenverlag


Jahr:

2000



Abstract:


Zahlreiche Gründe sprechen dafür, der Erhaltung von Arbeitsverhältnissen Leistungsgeminderter größtmögliche Bedeutung beizumessen:
- Aufgrund des verschärften Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt wird eine berufliche Neueingliederung generell immer schwieriger,
- die Wahrscheinlichkeit von Krankheit oder Behinderung nimmt mit zunehmendem Alter überproportional zu, das heißt, überwiegend ältere Arbeitnehmer sind besonders schwer zu vermitteln beziehungsweise auf einen neuen Arbeitsplatz einzugliedern und
- circa zwei Drittel der Rehabilitanden kommen aus einfacher gestalteten gewerblichen Vorberufen und sind daher zum Teil nur schwierig beruflich um- oder neu zu qualifizieren.

In dieser Situation ist es vorrangig notwendig notwendig, durch flankierende berufliche Angebote das bestehende Arbeitsverhältnis aufrechtzuerhalten. Ein fallbezogenes Reha-Management kann dazu beitragen, das Verfahren zur Wiederaufnahme der alten oder angepassten beruflichen Tätigkeit im bisherigen Betrieb schneller, zielgenauer und auch sparsamer durchzuführen.

Viele Rückfragen, nicht zuletzt als Reaktion auf das im Rahmen des Dritten BAR-Bundeskonkresses vorgestellte Projekt Case-Management im LAA-Bezirk Bayern, haben die BAR in der Überlegung bestätigt, ein Konzept für ein Case-Management zu erarbeiten, um diesen erfolgversprechenden Ansatz auf breiter Basis in enger trägerübergreifender Zusammenarbeit umzusetzen.

Eine solche Modellmaßnahme Case-Management soll die verschiedensten Akteure, die in einem solchen Case-Management zusammenwirken müssen, zusammenführen. Dabei ist grundsätzlich offen, ob das Case-Management bei den Leistungsträgern aus eigenen Ressourcen, das heißt mit eigenem Personal und eigenem Sachaufwand durchgeführt wird, oder aber diese Leistungen von dritter Seite als unabhängiger Vermittlungsstelle eingekauft werden.

Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Arbeit und den anderen Rehabilitationsträgern bereitet daher die BAR derzeit die Umsetzung dieses Projektes an verschiedenen Standorten in der Bundesrepublik Deutschland vor und strebt hierbei auch eine wissenschaftliche Evaluation an. Interesse an der Umsetzung des Modellprojektes haben bereits haben die Landesarbeitsämter Nord, Sachen-Anhalt-Thüringen, Rheinland-Pfalz-Saarland, Bayern und Hessen signalisiert.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Reha-Info - Beilage in der Zeitschrift Die Rehabilitation
Homepage: https://www.bar-frankfurt.de/publikationen/reha-info/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0103/2896


Informationsstand: 05.10.2000

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