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Bibliographische Angaben zur Publikation

Begutachtung bei Berufsunfähigkeit - kein Problem oder eine besondere Herausforderung?


Autor/in:

Eich, Jutta


Herausgeber/in:

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV); Verband der privaten Krankenversicherung e.V. (PKV)


Quelle:

Versicherungsmedizin, 2010, 62. Jahrgang (Heft 1), Seite 25-28, Karlsruhe: Verlag Versicherungswirtschaft, ISSN: 0933-4548


Jahr:

2010



Abstract:


In der Begutachtung für die private Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherung (BUZ) ist es die Aufgabe des medizinischen Sachverständigen, die Auswirkungen einer körperlichen oder psychischen Funktionsstörung des Versicherten auf seine Berufsausübung festzustellen. Ohne die spezifischen Details zur individuellen Ausgestaltung der zuletzt ausgeübten Tätigkeit mit Kern- und Nebentätigkeiten kann der Gutachter allerdings seiner Aufgabe nicht gerecht werden.

In der gerichtlichen Auseinandersetzung wird das Gutachten sogar wertlos, wenn es nicht auf dem exakt ermittelten so genannten außermedizinischen Sachverhalt des individuellen Berufsbildes des Versicherten beruht. Dieser wiederum ist dem Sachverständigen vom Versicherer vorzugeben, der seinerseits das Berufsbild in seiner konkreten Ausgestaltung vom Versicherten zu erfragen hat. Erst dann kann der Sachverständige das Restleistungsvermögen des Versicherten ermitteln und die individuelle berufliche Beeinträchtigung und deren Dauer feststellen.

Der medizinische Sachverständige hat also die spezifischen Rechtsbegriffe und Versicherungsbedingungen der BUZ korrekt mit den medizinischen Sachverhalten auf der Basis der berufskundlichen Details zu verknüpfen, damit das Gutachten für den Auftraggeber entscheidungsrelevant und gerichtsfest wird. Zur Bewältigung dieser komplexen Aufgabe muss sich der medizinische Sachverständige mit diesen besonderen Rahmenbedingungen vertraut machen. Eine entsprechende Qualitätssicherung der Gutachten für die BUZ gelingt am besten mit einer spezifischen Fortbildung in diesem Bereich.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Assessing disability - a piece of cake or a profound challenge?


Abstract:


When evaluating disability for BUZ (German income protection benefit) a medical expert's task is to assess the consequences any physical or mental impairment may have on the insured's ability to perform his/her occupation. In the absence of specific details regarding the core and secondary duties which the insured has last performed, the expert is unable to accomplish his task.

In fact, in a legal dispute the expert's opinion would be rendered worthless if it was not based on precisely established non-medical aspects of the insured's occupation. Details about the insured's occupation and duties must be provided to the expert by the insurer who in turn has to ensure that full details have been obtained from the insured. Only then will the expert be in a position to establish the insured's remaining abilities and assess any occupation impairment and its likely duration.

The medical expert must relate specific legal aspects and income protection insurance terms to the medical facts and occupational merits of the case. Only then can his opinion be considered decision-relevant and court-proof. To accomplish this complex task the medical expert must be familiar with these conditions. A high standard of quality for BUZ expert opinions is best assured with continuing training and education in this field.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Versicherungsmedizin
Homepage: https://www.vvw.de/index.php?parent=260&idcat=266&namesub=Ze...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0083/7904


Informationsstand: 17.03.2010

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