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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wie komme ich zu meinem Hilfsmittel?


Autor/in:

Krohn-Aicher, Lilian


Herausgeber/in:

Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V.


Quelle:

Lebenshilfe-Zeitung (LHZ), 2019, 40. Jahrgang (Nummer 2), Seite 17, Marburg: Lebenshilfe-Verlag, ISSN: 2190-2194


Jahr:

2019



Abstract:


Menschen mit Beeinträchtigungen nutzen häufig Hilfsmittel, zum Beispiel einen Rollstuhl oder ein Hörgerät. Die Krankenkassen zahlen viele Hilfsmittel, doch dafür gibt es bestimmte Regeln.

Hilfsmittel sollen körperliche Beeinträchtigungen oder ausgefallene körperliche Funktionen ausgleichen, ersetzen und unterstützen. In der Praxis stellt sich häufig die Frage, welche Hilfsmittel es gibt, wie man seinen Anspruch auf ein Hilfsmittel bei der Krankenkasse gelten machen kann und wie hoch die Kostenbeteiligung ausfällt. Einen ersten Überblick bietet hier das Hilfsmittelverzeichnis des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen. Das Verzeichnis ist jedoch nicht bindend, im Einzelfall muss individuell der Anspruch auf ein Hilfsmittel geprüft werden.

Damit die Krankenkasse ein Hilfsmittel übernimmt müssen folgende fünf Voraussetzungen erfüllt sein:
1. Das Hilfsmittel sichert den Erfolg einer Krankenbehandlung, beugt einer drohenden Behinderung vor oder gleicht diese aus.
2. Das Hilfsmittel muss ärztlich verordnet sein.
3. Das Hilfsmittel ist für den Zweck der Behandlung notwendig und wirtschaftlich.
4. Das Hilfsmittel ist im Heil- und Hilfsmittelverzeichnis aufgeführt (mit Ausnahmen).
5. Ohne das Hilfsmittel ist ein selbstbestimmtes Leben nicht mehr oder nur noch eingeschränkt möglich.

Der erste Weg führt also erst einmal zum Arzt. Nachdem dann die Genehmigung der Krankenkasse erfolgt, führt der nächste Schritt zu den Vertragspartnern der Krankenkasse, meist Sanitätshäuser. Eine Eigenbeteiligung fällt an, wenn für das Hilfsmittel Festbeträge gelten. Außerdem muss in jedem Fall eine Zuzahlung von mindestens 5 EUR und maximal 10 EUR geleistet werden.

Die Krankenkasse muss das Hilfsmittel, wenn es dem Erfolg der Krankenbehandlung dient, innerhalb von drei Wochen genehmigen oder ablehnen, sonst gilt es automatisch als genehmigt. Zieht die Krankenkasse ein medizinisches Gutachten hinzu, verlängert sich die Frist auf fünf Wochen. Bei Hilfsmitteln, die einer Behinderung vorbeugen oder eine Behinderung ausgleichen beträgt die Frist zwei Monate. Weitere Infos können in diesem Beitrag nachgelesen werden.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Praxishilfe/Ratgeber




Bezugsmöglichkeit:


Die Lebenshilfe-Zeitung (LHZ)
Homepage: https://www.lebenshilfe.de/informieren/publikationen/lebensh...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0080/0054


Informationsstand: 07.01.2020

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