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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Rolle von Persönlichkeitsmerkmalen im Umgang mit Arbeitsbelastungen und gesundheitliche Folgen


Autor/in:

Buck, Maria; Böckelmann, Irina; Lux, Anke [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie, 2019, Band 69 (Heft 4), Seite 191-201, Heidelberg: Haefner, ISSN: 0944-2502 (Print); 2198-0713 (Online)


Jahr:

2019



Abstract:


Hintergrund:

Berufliche Belastungen können zu Stressreaktionen führen. Stress wird individuell wahrgenommen und verarbeitet, was durch verschiedene Ausprägungen der Persönlichkeitsmerkmale zu erklären wäre und bei langfristigen negativen Einflüssen zu Gesundheitsbeeinträchtigungen und Krankheiten führen kann.

Ziel der Arbeit:

Ziel der Studie war es, die Rolle der Persönlichkeitsmerkmale auf den Umgang mit Arbeitsbelastungen sowie Zusammenhänge zwischen arbeitsbezogenen Verhaltens- und Erlebensmustern (AVEM) und gesundheitlichen Beschwerden zu untersuchen.

Material und Methoden:

Es wurden 376 Probandinnen und Probanden anhand der Ergebnisse des Fragebogens AVEM in vier Muster (A, B, G, S) eingeteilt, deren Persönlichkeitsmerkmale mittels des Freiburger Persönlichkeitsinventars (FPI-R) und deren Beschwerden anhand der Beschwerdeliste für körperliche, psychische und soziale Symptome (KÖPS) verglichen wurden.

Ergebnisse:

Die AVEM-Gruppen wiesen signifikante Unterschiede bezüglich der Ausprägung der Persönlichkeitsmerkmale sowie der gesundheitlichen Beschwerden auf. Menschen mit einer stabilen Emotionalität zeigten gegenüber Arbeitsbelastungen unter anderem eine höhere Distanzierungsfähigkeit, innere Ruhe beziehungsweise Ausgeglichenheit und eine höhere Lebenszufriedenheit.

Diskussion:

Die arbeitspsychologische Diagnostik kann in die betriebsärztliche Vorsorge mit einbezogen werden, um gesundheitsgefährdende Verhaltens- und Erlebensmuster früh zu erkennen. Kenntnisse über Persönlichkeitsmerkmale bei der Bewältigung von Arbeitsbelastungen sind im Rahmen von Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen empfehlenswert. Persönliche Ressourcen, die einen gesundheitsförderlichen Umgang mit Stress und Belastungssituationen bedingen, können schon früh gestärkt werden, um gesundheitliche Folgen zu vermeiden.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

The role of personality traits in handling workload and health-related problems


Abstract:


Background:

Work-related load can lead people into a state of stress. Every person has an individual perception of stressful situations, which can possibly be explained by different expressions of personality traits. Long-term negative strain can evoke chronic psychological and physical stress symptoms.

Objective:

The survey investigated the role of personality traits in handling workload as well as the relationship between Work-related Behavior and Experience Patterns (AVEM) and physical and psychosocial problems.

Material and methods:

The questionnaire on work-related behavior and experience patterns differentiated 376 subjects into 2 health-promoting types (G, S) and 2 types with health-related risk patterns (A, B). The survey compared these four types along their personality traits via the Freiburg Personality Inventory (FPI-R) as well as the physical and psychosocial condition via the complaints List for Physical, Mental and Social Symptoms (KÖPS).

Results:

Highly significant differences were found in FPI dimensions and KÖPS dimensions among the AVEM groups. People who showed a stable emotional state were able to distance themselves from high workload, felt an inner peace and balance and thus experienced a higher life satisfaction.

Conclusion:

The survey revealed the importance of personality traits in coping with job strain. Occupational health diagnostics should be integrated in occupational health check-ups to identify at risk work-related behavior patterns in time. Knowledge about personality traits is highly recommended since they could play an important role in prevention and implementation of health promotion measures. Personality traits which advance health promoting actions should also be encouraged in an early level of development.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Zentralblatt für Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und Ergonomie
Homepage: https://link.springer.com/journal/40664

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0064/0017


Informationsstand: 14.08.2019

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