Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Rückkehr zur Arbeit - Erfahrungen und Erwartungen von PatientInnen in der stationären onkologischen Rehabilitation


Autor/in:

Böttcher, Hilke M.; Steimann, Monika; Koch, Ulrich [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2012, 51. Jahrgang (Heft 1), Seite 31-38, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2012



Abstract:


Ziel:

Die Rückkehr zur Arbeit spielt für onkologische PatientInnen im erwerbsfähigen Alter häufig eine wichtige Rolle. Dementsprechend ist die Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit für diese Betroffenen zentrales Thema in der Rehabilitation. Bisher liegen aus Deutschland kaum empirische Ergebnisse vor, welche Erwartungen RehabilitationspatientInnen bezüglich der Wiederaufnahme der Berufstätigkeit haben. Negative Erwartungen können zu Belastungen führen und die Rückkehr erschweren.

Im Rahmen der medizinischen Rehabilitation bietet sich die Möglichkeit, potenzielle Probleme anhand von berufsbezogenen Angeboten zu bearbeiten. Ziel der Studie ist es, zu untersuchen, welche Erwartungen an die Rückkehr bestehen und wie hilfreich die beruflich orientierten Angebote diesbezüglich während der Rehabilitation eingeschätzt werden. Weiterhin stellt sich die Frage, ob eine berufliche Beratung in den Augen der Betroffenen bereits vor einer Rehabilitationsmaßnahme erfolgen sollte und wie solche Angebote erlebt werden.

Methodik:

32 KrebspatientInnen, die eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme in Anspruch nahmen, wurden innerhalb einer Klinik rekrutiert. Es wurden halbstrukturierte qualitative Interviews durchgeführt, die mit der Methode der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.

Ergebnisse:

Die Mehrheit der Befragten hat nach Erhalt der Diagnose positive Erfahrungen mit dem Arbeitsumfeld gemacht und ist optimistisch, weitere Hilfestellungen am Arbeitsplatz zu erhalten. Bereits vor der Rehabilitationsmaßnahme haben 47 Prozent der Befragten von Haus- oder Fachärzten Beratung zum Thema Krebs und Rückkehr zur Arbeit erhalten. Hinsichtlich der berufsorientierten Angebote im Rahmen der Rehabilitation ergeben sich Hinweise auf unterschiedliche Bedürfnisse von Männern und Frauen. Letztere bewerten die Angebote insgesamt als hilfreicher.

Schlussfolgerung:

Die Ergebnisse zeigen, dass Krebspatienten nach Erhalt der Diagnose mit dem beruflichen Umfeld kaum negative Erfahrungen machen. Dies führt zu nur wenigen Sorgen bezüglich der Rückkehr zur Arbeit. Die unterschiedlichen Bewertungen der rehabilitativen Hilfsangebote können als Hinweis darauf gewertet werden, dass die beruflich orientierten Konzepte der medizinischen Rehabilitation durch Berücksichtigung der verschiedenen Bedürfnisse männlicher und weiblicher Patienten optimiert werden könnten.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Return to Work - Experiences and Expectations of Cancer Patients during Inpatient Rehabilitation


Abstract:


Aims:

Returning to work after cancer frequently plays an important role for patients of working age. Accordingly, occupation and return to work are key issues for these patients during rehabilitation. So far there is only little empirical evidence from Germany concerning the expectations cancer patients in inpatient rehabilitation hold in relation to their return to work. Negative expectations may hamper returning to work.
The context of rehabilitation offers the opportunity to work on potential problems to prepare a successful re-entry into employment. The aim of this study is to analyze the expectations of patients towards getting back to work and how helpful in this respect they estimate the work-related therapies provided during rehabilitation. Furthermore we asked whether professional support should be offered already before getting into inpatient rehabilitation and to what extent they have experienced that kind of help.

Methods:

We conducted semi-structured qualitative interviews with 32 cancer patients who participated in inpatient cancer rehabilitation. All patients had been recruited within the same clinic. Interviews were analyzed based on Mayring's 'Qualitative Content Analysis”.

Results:

The majority of the patients experienced positive reactions from their occupational environment after learning about the diagnosis. Most of them are optimistic to get help from colleagues and supervisors when returning to work. Prior to their rehabilitation stay 47 per cent had received counseling on cancer and return to work from general practitioners or oncologists. Regarding the occupation-related offers during rehabilitation, the results suggest that women and men have different needs. Women consider them to be more helpful than men.

Conclusions:

The results indicate that after having received their diagnosis most cancer patients do not experience negative reactions from their work environment and consequently report few worries with regard to returning to work. The different views on work-related offers during rehabilitation indicate that the concepts of occupation-related therapies within cancer rehabilitation might be optimized by taking the different needs of male and female patients into account.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/8991


Informationsstand: 13.03.2012

in Literatur blättern