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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wirksamkeitsanalyse einer stationären psychosomatischen Rehabilitation anhand des Mini-ICF-APP


Autor/in:

Baron, Stefanie; Linden, Michael


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2009, 48. Jahrgang (Heft 3), Seite 145-153, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2009



Abstract:


Ziel:

Die Aufgabe der medizinischen Rehabilitation ist nicht nur die Besserung von Funktionsstörungen, sondern auch von Fähigkeits- und Teilhabestörungen. Ziel der vorliegenden Studie war es, den Einfluss einer stationären psychosomatischen Rehabilitationsbehandlung auf das Ausmaß von Funktionsstörungen zu untersuchen.

Methode:

213 Patienten (149 Frauen, 64 Männer) einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik wurden mit dem Mini-ICF-Rating für Psychische Störungen (Mini-ICF-APP), einem Fremdbeurteilungsinstrument zur Operationalisierung und Quantifizierung von Fähigkeitsstörungen, zu Beginn und am Ende einer durchschnittlich sechswöchigen Behandlung beurteilt.

Fähigkeiten:
Es ergaben sich signifikante Verbesserungen in allen Fähigkeitsdimensionen. Arbeitsfähige Patienten und initial arbeitsunfähige, die arbeitsfähig entlassen wurden, profitierten stärker als Patienten, die durchgehend arbeitsunfähig waren. Patienten, die arbeitsfähig aufgenommen und arbeitsunfähig entlassen wurden, zeigten die stärksten Beeinträchtigungen. Patienten mit einer F-Diagnose profitierten mehr von der Behandlung als Patienten ohne F-Diagnose sowie Patienten, die unter mehr als einer psychischen Erkrankung litten.
Verbesserungen betrafen vor allem die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Fähigkeit zur Anwendung der fachlichen Kompetenz und die Fähigkeit zu außerberuflichen Aktivitäten, während die Selbstbehauptungsfähigkeit am wenigsten Änderungen zeigte.

Schlussfolgerung:

Die Daten zeigen, dass eine psychosomatische Rehabilitation auch auf der Ebene der Fähigkeitsstörungen positive Wirkungen hat.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Analyzing the Effectiveness of Inpatient Psychosomatic Rehabilitation Using the Mini-ICF-APP


Abstract:


Background:

Medical rehabilitation aims at improving disorders of functions, capacity and participation. The present study investigates the degree to which inpatient psychosomatic rehabilitation improves disorders of capacity.

Methods:

213 inpatients (149 females, 64 males) from a psychosomatic rehabilitation unit were investigated at the beginning and end of a six-week treatment using the Mini-ICF-Rating for Psychological Disorders (Mini-ICF-APP), an observer-rating instrument for the assessment of disorders of capacity, especially in regard to social functioning.

Results:

There were significant improvements in all dimensions of disorders of capacity. Patients who were discharged as able to work benefited most from the rehabilitation treatment, whereas patients who were on sick leave at discharge showed only moderate improvement. Those who were able to work at admission but discharged as sick leave had the highest values in disorders of capacity in both measurements. Patients suffering from complex mental illnesses did show only moderate improvement. The greatest changes were seen with respect to planning and structuring of tasks, competency and non-work activities while assertiveness did show the smallest changes.

Conclusion:

The data show that psychosomatic inpatient rehabilitation produces positive effects on disorders of capacity.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/7195


Informationsstand: 08.07.2009

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