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Bibliographische Angaben zur Publikation

EEG-basierende Kommunikation: Ein neues Konzept zur rehabilitativen Unterstützung von Patienten mit schwerer motorischer Beeinträchtigung


Autor/in:

Neuper, C.; Müller, G. R.; Staiger-Sälzer, P. [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Die Rehabilitation, 2003, 42. Jahrgang (Heft 6), Seite 371-377, Stuttgart: Thieme, ISSN: 0034-3536


Jahr:

2003



Abstract:


Der Artikel stellt eine neue Kommunikationshilfe vor. Diese dient zur rehabilitativen Unterstützung von Personen mit schwerer motorischer Beeinträchtigung unterschiedlicher Genese am Beispiel eines völlig gelähmten Patienten mit infantiler Zerebralparese.

Auf der Basis von EEG-Ableitungen während bestimmter mentaler Vorstellungen des Patienten kann ein sogenannter Brain-Computer-Interface (BCI) die elektrische Hirnaktivität unmittelbar in Steuerbefehle übersetzen.

Im Verlauf des regelmäßigen Trainings über mehrere Monate, das erstmals über Telemonitoring realisiert wurde, konnte eine individuelle Strategie entwickelt werden, die es dem Patienten ermöglicht, Buchstaben auf einem Computerbildschirm mit circa 70prozentiger Präzision auszuwählen. Auf Basis des EEG-basierenden Kommunikationssystems ist er nun in der Lage, vorgegebene Wörter mit einer Rate von circa einem Buchstaben pro Minute zu schreiben.

Durch den Einsatz eines derartigen, von der Technischen Universität Graz entwickelten 'Virtual Keyboards', können in Zukunft völlig gelähmte Patienten ihre intakte Gehirnaktivität nutzen und damit einen neuen Kommunikationsmodus aufbauen.

Die praktische Umsetzung wird durch das vorgestellte Telemonitoring-Konzept wesentlich erleichtert, das eine qualifizierte wissenschaftliche Betreuung des Patiententrainings im klinischen beziehungsweise häuslichen Umfeld unabhängig von geografischer Distanz ermöglicht.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

EEG-based Communication: A new concept for rehabilitative support in patients with severe motor impairment


Abstract:


This article describes a paralyzed patient diagnosed with severe infantile cerebral palsy, trained over a period of several month to use an EEG-based brain-computer interface (BCI) for verbal communication.

The patient learned to 'produce' two distinct EEG patterns by mental imagery and to use this skill for BCI-controlled spelling. The EEG feedback training was conducted at a clinic for Assisted Communications, supervised from a distant laboratory with the help of a telemonitoring system.

As a function of training sessions significant learning progress was found, resulting in an average accuracy level of 70 per cent correct responses for letter selection. At present, 'copy spelling' can be performed with a rate of approximately one letter per minute.

The proposed communication device, the 'Virtual Keyboard', may improve actual levels of communication ability in completely paralyzed patients. 'Telemonotoring-assisted' training facilitates clinical application in a larger number of patients.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Die Rehabilitation - Zeitschrift für Praxis und Forschung in der Rehabilitation
Homepage: https://www.thieme.de/de/rehabilitation/profil-1887.htm

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0063/0019


Informationsstand: 27.01.2004

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