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Bibliographische Angaben zur Publikation

Fortbildungsreihe für LehrerInnen an westfälischen und rheinischen Förderschulen zur Verbesserung des Übergangs Schule - Beruf der behinderten SchülerInnen


Autor/in:

Watermeier, Rita


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Behindertenrecht, 2007, 46. Jahrgang (Heft 1), Seite 5-8, München: Boorberg, ISSN: 0341-3888


Jahr:

2007



Abstract:


Für Menschen mit Behinderung ist eine Ausbildung und eine Erwerbstätigkeit ebenso wichtig wie für Menschen ohne Behinderung. Voraussetzung hierfür ist eine rechtzeitig beginnende Berufsorientierung und begleitende Praktika während der Schulzeit.

Das Integrationsamt LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) initiierte und kofinanzierte die Projekte: Wege zur Arbeit und Wege zum Beruf. Vor Beginn des Projektes 2003, das im Rahmen der EQUAL-Initiative stattfand, lag die betriebliche Eingliederungsquote bei drei Prozent. Drei Jahre später lag das Ergebnis bei 12 Prozent. Die hierzu notwendige intensive Begleitung kann derzeit allein durch das Lehrpersonal nicht geleistet werden.

Im Rahmen der Umsetzung der Aktion Integration IV sind verschiedene Maßnahmen zur Gewährleistung notwendiger Hilfen, um einen Arbeitsplatz zu erlangen, ausprobiert worden. Die Hilfen, die unmittelbar bei betroffenen schwerbehinderten Menschen ansetzen und versuchen, die individuellen Vermittlungschancen zu erhöhen, sind alle viel versprechend, aber sehr kostenintensiv.

In Arbeitskreisen von Lehrern in Abschlussstufen der westfälischen Förderschulen hat man sich intensiv mit dem Thema, wie man den Prozess des Übergangs erleichtern oder ermöglichen kann, auseinandergesetzt. Die Zeit an einer Sonderschule liegt zwischen 11 und 18 Jahren und wird in der Regel an ein und derselben Schule verbracht. Der Übergang in die Abschlussstufen ist dafür oftmals umso abrupter.

Entwickelt wurde ebenfalls ein Curriculum zur Fortbildung von Lehrern in Abschlussklassen. Zusammengestellt und konzipiert wurde die Fortbildungsreihe von der Autorin, die derzeit beim Integrationsamt des Landesverbands Westfalen-Lippe (LWL) tätig ist, um das Landessonderprogramm Aktion Integration IV in Westfalen-Lippe zu begleiten.

Das Curriculum stellt sich wie folgt dar:
Modul 1: Schule trifft Arbeitswelt
Modul 2: Zukunftswerkstatt
Modul 3: Behinderungsverarbeitung
Modul 4: Förderrecht; Denken und Handeln im betrieblichen Kontext 1
Modul 5: Erhebung und Feststellung von Fähigkeiten; Arbeitsplatzeinrichtung
Modul 6: Denken und Handeln im betrieblichen Kontext 2, Bewerbungstraining in Theorie und Praxis
Modul 7: Elternarbeit an der Schnittstelle Schule - Beruf
Modul 8: Moderation des Übergangsprozesses

Zur Prüfung der Inhalte und der Wirkung wurde die Pilotreihe vom infas - Institut für angewandte Sozialforschung in Bonn evaluiert.

Abschließend fasst die Autorin zusammen, dass es Ziel sein muss, die vorhandenen Mittel möglichst nachhaltig und mit dem größten möglichen Nutzen eingesetzt werden.

Durch die Fortbildung sollte den Lehrern zusätzliches Wissen und Handwerkzeug vermittelt werden. Die Fortbildungsreihe scheint außerdem besonders geeignet, dem Anliegen von Integration IV und gleichzeitig einer wirtschaftlichen Verwendung der Mittel der Ausgleichsabgaben, aus denen die Finanzierung erfolgt, zu entsprechen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Modellprojekt Lehrerfortbildung | REHADAT-Forschung




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


br - Behinderung und Recht; Fachzeitschrift für Inklusion, Teilhabe und Rehabilitation
(vormals: Behindertenrecht - br; Fachzeitschrift für Fragen der Rehabilitation)
Homepage: https://www.boorberg.de/3413888

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0059/6078


Informationsstand: 18.05.2007

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