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Bibliographische Angaben zur Publikation

Betriebliches Eingliederungsmanagement: Fahrplan für die Praxis


Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen (BIH)


Quelle:

ZB Zeitschrift: Behinderte Menschen im Beruf, 2005, Heft 4, Seite 6-7, Wiesbaden: Universum, ISSN: 1433-4089


Jahr:

2005



Link(s):


Link zu ZB 4/2005: 'Hörbehinderungen' (PDF | 2,26 MB)
Link zu dem 'Fahrplan für die Praxis' (PDF | 36 KB)


Abstract:


Betriebliches Eingliederungsmanagement bedeutet, gesundheitliche Probleme am Arbeitsplatz frühzeitig zu erkennen, einzugreifen und dabei professionell vorzugehen. Zwar ist es die Aufgabe von Arbeitgebern und Arbeitgeberinnen, die Initiative zu ergreifen, die Umsetzung erfordert hingegen in Teamarbeit. Hilfestellung dabei leisten externe Partner wie das Integrationsamt und einzelne Rehabilitationsträger.

Im Folgenden wird eine mögliche Umsetzung in sechs Schritten beschrieben:

Zu Beginn muss eine Arbeitsunfähigkeit, zum Beispiel durch die Personalabteilung, festgestellt werden. Erfasste Daten zur Arbeitsunfähigkeit könnten analysiert werden, um Mitarbeiter/innen zu ermitteln, die im Laufe eines Jahres mehr als acht Wochen arbeitsunfähig waren.

Die Kontaktaufnahme zu den Mitarbeiter/innen erfolgt zum Beispiel durch das Informieren über Betriebliches Einlgiederungsmanagement. Eine Ansprechperson aus dem Integrationsteam tritt in Kontakt mit dem oder der Betroffenen, wobei ein sensibles Vorgehen wichtig ist. In diesem Schritt erkennt die Ansprechperson, ob der oder die Betroffene zu einer Zusammenarbeit bereit ist.

Ist der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin einverstanden, wird ein erstes Gespräch geführt. Hierbei sollten Informationen zu betrieblichen Ursachen, Auswirkungen, Einschränkungen und verbleibenden Fähigkeiten erfragt werden. Der oder die Mitarbeiterin sollte darüber hinaus eigene Vorstellungen äußern und auf die Bedeutung seines bzw. ihres Mitwirkens hingewiesen werden. Die Möglichkeiten und Grenzen des Eingliederungsmanagements sowie die nächsten Schritte werden besprochen, außerdem stimmt der oder die Mitarbeiter/in weiteren Maßnahmen zu, indem er oder sie eine Einverständniserklärung unterzeichnet.

Arbeitgeber/in, Mitarbeiter/in und Integrationsteam planen im nächsten Schritt die Maßnahmen und machen sich dabei betriebliche Ressourcen zur Eingliederung nutzbar. Neben den Zielen und Vorstellungen der Mitarbeiter/innen werden auch Informationen über Qualifikation, Stärken und krankheitsbedingte Einschränkungen zusammengetragen.

Darauf folgt die Vereinbarung verbindlicher Maßnahmen mit dem oder der Betroffenen, für deren Umsetzung die Beteiligten sorgen. Des Weiteren werden Zuständigkeiten besprochen und unter anderem Anforderungsprofile für den Arbeitsplatz erstellt und eventuelle Arbeitsplatzanpassungen festgestellt.

Der letzte Schritt umfasst die Durchführung der Maßnahmen, die die Arbeitsunfähigkeit des Mitarbeiters oder der Mitarbeiterin vorbeugen oder überwinden. Begleitet werden die Maßnahmen vom Betriebsarzt bzw. der Betriebsärztin und dem Integrationsfachdienst. Die Vorgesetzten organisieren Arbeitsversuche und die Personalabteilung beantragt Leistungen. Bei Bedarf können weitere Optionen geprüft werden, um das Eingliederungsmangement langfristig zu optimieren.

Das Integrationsamt unterstützt Betriebe bei der Einführung des Betrieblichen Eingliederungsmanagement durch Beratungsgespräche, Prämien für erfolgreiche Eingliederungen und Leistungen in konkreten Einzelfällen für schwerbehinderte Mitarbeiter/innen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ZB Behinderung & Beruf (ZB online)
Homepage: https://www.integrationsaemter.de/ZB/258c62/index.html

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0055/0014


Informationsstand: 30.01.2012

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