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Bibliographische Angaben zur Publikation

Work Ability Index: Eine neue Berechnungsmethode auf Basis von zwei Faktoren


Autor/in:

Freyer, Marion; Formazin, Maren; Rose, Uwe


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

ASU, 2019, 54. Jahrgang (Ausgabe 7), Seite 450-457, Stuttgart: Gentner, ISSN: 0944-6052


Jahr:

2019



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Abstract:


Zielstellung:

Der Work Ability Index (WAI) ist ein etabliertes Instrument zur Erfassung der Arbeitsfähigkeit, das unter der mittlerweile umstrittenen Annahme der Eindimensionalität als ungewichteter Summenindex entwickelt wurde. Aktuelle Forschungen stützen jedoch das Vorliegen einer zweifaktoriellen Struktur des WAI, bestehend aus dem Faktor subjektive Arbeitsfähigkeit und Ressourcen sowie dem Faktor Gesundheitsbedingungen. Daher sind die Ziele des Beitrags eine gewichtete Berechnung der Indexwerte je Faktor unter Berücksichtigung von Faktorwerten und die Bereitstellung einer Formel für die Anwender des WAI.

Methode:

Die Daten entstammten einer repräsentativen Stichprobe von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zwischen 31 und 60 Jahren in Deutschland (n = 3968). Die verwendete Version des WAI mit kurzer Krankheitsliste erfasst die Arbeitsfähigkeit anhand von sieben Indikatoren WAI1 bis WAI7 mit jeweils einer bis drei Fragen, die zwei Faktoren abbilden. Die Berechnung der Gewichte zur Bestimmung der Indizes erfolgte unter Berücksichtigung der kategorialen Datenstruktur auf Basis einer konfirmatorischen Faktorenanalyse und einer regressionsanalytischen Schätzung der Faktorwerte.

Ergebnisse:

Die Ergebnisse zeigen, dass die neu berechneten Faktorwerte für beide Faktoren des WAI eine sehr gute Annäherung an die exakten Faktorwerte darstellen. Somit konnten für die Anwender des WAI zwei Formeln zur gewichteten Berechnung des zweifaktoriellen WAI zur Verfügung gestellt werden.

Schlussfolgerung:

Die Berücksichtigung der faktoriellen Struktur des WAI erlaubt eine größere Genauigkeit der Ergebnisse. Sie ist der ungewichteten Berechnung eines einzelnen Index in der Praxis vorzuziehen, da sie den itemspezifischen Beitrag für die Faktorenbildung messfehlerbereinigt berücksichtigt. Mit der Bereitstellung der Berechnungsformel können Anwender*innen in der betrieblichen Praxis eine genaue Ermittlung der beiden WAI-Faktoren vornehmen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Work Ability Index: a new calculation method based on two factors


Abstract:


Objective:

The Work Ability Index (WAI) is an established instrument for assessing work ability. It was developed under the now controversial assumption of one-dimensionality as an unweighted sum score. However, current research points to a two-factor structure of the WAI, consisting of the subjective work ability and resources factor and the health-related factor. Hence, the objectives of the work presented here are to calculate weighted indices for each factor incorporating factor scores and to provide a formula for those who apply the WAI in practice.

Method:

The data were taken from a representative sample of employees subject to social security contributions in Germany aged 31-60 years (n = 3968). The version of the WAI with a short list of diseases used in the present study measures the work ability on the basis of seven indicators WAI1 to WAI7 with one to three questions each, which represent two factors. The weightings of the indices were derived from confirmatory factor analysis, accounting for the categorical data structure, and a regression approach to predicting factor scores.

Result:

The two newly calculated factor scores of the WAI relate very closely to the exact factor scores. For users of the WAI in an applied setting, two formulas could be provided for the weighted calculation of the two-factor WAI.

Conclusion:

Taking the WAI's factor structure into consideration allows for a greater accuracy of results and is preferred over calculating an unweighted single index in practical applications since the former takes into account the item-specific contributions adjusted for measurement errors. With the formulas provided, practitioners in the field can accurately calculate the two WAI factors for applied purposes.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention
Homepage: https://www.asu-arbeitsmedizin.com/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZS0026/0421


Informationsstand: 07.01.2020

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