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Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Entwicklung der Präventionsgesetzgebung in Deutschland


Autor/in:

Meierjürgen, Rüdiger; Becker, Silke; Warnke, Andrea


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Gesundheitsförderung, 2016, Volume 11 (Issue 3), Seite 206-213, Berlin, Heidelberg: Springer Medizin, ISSN: 1861-6755 (Print); 1861-6763 (Online)


Jahr:

2016



Abstract:


Hintergrund:

Nach langjähriger Diskussion und mehrfachem Scheitern konnte im Sommer 2015 in der BRD ein Präventionsgesetz verabschiedet werden. Das Gesetz ist ein Meilenstein, moderne Formen der Gesundheitsförderung und Prävention zu verankern.

Ziel der Arbeit:

Zentrale Entwicklungslinien der Präventionsgesetzgebung werden nachgezeichnet.

Diskussion:

Mit der Einführung des § 20 SGB V im Jahr 1989 wurde Gesundheitsförderung und Prävention zu einer Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), ein umfangreiches Präventionsangebot wurde etabliert. Mit dem Beitragsentlastungsgesetz 1996 erfolgte die weitgehende Streichung des § 20 SGB V. Eine Neubelebung fand im Rahmen der 'GKV-Gesundheitsreform 2000' statt. Nach drei gescheiterten Gesetzesinitiativen (2004-2013) trat 2015 das 'Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention' (PrävG) in Kraft. Das PrävG ist als sozialversicherungszentriertes Artikel- und Leistungsgesetz konzipiert, wird schwerpunktmäßig über GKV-Beitragsgelder finanziert und hat eine stärkere Lebensweltorientierung ('Settingansatz') im Fokus. Die Entwicklung der PrävG spiegelt wider, dass in unserem föderalen Gesundheitssystem bislang keine wesentlichen Fortschritte erzielt werden konnten, Gesundheitsförderung und Prävention als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu verankern.

Schlussfolgerung:

Das PrävG verbessert trotz aller bestehenden ordnungspolitischen und handwerklichen Unzulänglichkeiten den Handlungsrahmen. Die Chancen, die das Gesetz vor allem in der lebensweltbezogenen Gesundheitsförderung und Prävention eröffnet, gilt es zu nutzen.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

The development of prevention legislation in Germany


Abstract:


Background:

In 2015, after many years of debate, the German parliament passed a Prevention Act. This act is a milestone in establishing modern forms of health promotion and prevention.

Objectives:

Central lines during the development of the prevention legislation are traced.

Discussion:

With the introduction of § 20 SGB V in 1989, health promotion and prevention became part of the service of the statutory health insurance (GKV) and a comprehensive approach to prevention was established. With the Contribution Relief Act in 1996, § 20 SGB V was largely removed. The 'GKV-Gesundheitsreform 2000” brought a revival of the idea. After three failed legislative initiatives (2004-2013) the 'Law for strengthening health promotion and prevention” (Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention - PrävG) came into force in 2015. The PrävG is conceived as a social-insurance-centered omnibus act and benefits law, which is financed by GKV contribution funds and focuses on a stronger orientation to living environments (setting approach).

Conclusion:

Despite its existing regulatory and methodical shortcomings, the PrävG improves the operational framework. The opportunities offered by the new law, especially in the setting approach of health promotion and prevention, must be used.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Gesundheitsförderung
Homepage: https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8553


Informationsstand: 31.05.2017

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