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Bibliographische Angaben zur Publikation

Nutzen interaktiver Gesundheitsbildung

Ergebnisse einer retrospektiven Befragung der Teilnehmer der Patientenuniversität an der Medizinischen Hochschule Hannover



Autor/in:

Seidel, Gabriele; Weithe, Veronika; Dierks, Marie-Luise


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Prävention und Gesundheitsförderung, 2016, Volume 11 (Issue 2), Seite 117-125, Berlin, Heidelberg: Springer Medizin, ISSN: 1861-6755 (Print); 1861-6763 (Online)


Jahr:

2016



Abstract:


Hintergrund:

Die erste deutsche Patientenuniversität hat ein umfassendes Bildungskonzept entwickelt, das auf die Erhöhung der Gesundheitskompetenz erkrankter wie gesunder Menschen abzielt. Das Verständnis und das Wissen der Teilnehmer sollen ebenso erweitert werden wie ihr gesundheitsförderliches Handeln sowie ihre Fähigkeit, mit Professionellen zu kommunizieren. Das Konzept basiert auf der interaktiven Vermittlung von Informationen und Handlungskompetenzen und fördert und fordert die aktive Teilnahme im Lernprozess. Im Rahmen einer kontinuierlichen Prozess- und Ergebnisevaluation wird überprüft, ob und wie die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Erlernte bewerten und im Alltag umsetzen können.

Material und Methoden:

Alle Teilnehmer/innen, die zwischen 2007 und 2011 an mindestens fünf Veranstaltungsterminen teilnahmen (n = 1234), wurden zu Wissen und Einstellungen, gesundheitsbezogenem Verhalten, Inanspruchnahme von Leistungen und zu ihrem Umgang mit Professionellen im Gesundheitswesen befragt. Die anonyme schriftliche Befragung erfolgte mittels teilstandardisierter Fragebögen. In Access eingegebene Daten wurden mit SPSS Statistics ausgewertet.

Ergebnisse und Diskussion:

Die Responder (42,7?%) repräsentieren weitgehend die Struktur der Teilnehmer/innen an den Veranstaltungen der Patientenuniversität insgesamt. Die Befragten geben an, dass sie durch die Teilnahme ihr Gesundheitswissen erhöhen konnten (95,7?%), kritischer als zuvor mit Medikamenten umgehen (39,7?%), und selbstbewusster bei Arztbesuchen auftreten (56,5?%). Die Wirkungen zeigen sich insbesondere bei Menschen mit chronischen Erkrankungen, auch Personen mit niedrigem Bildungsstand profitieren nach eigener Aussage mehr als andere Teilnehmer/innen. Deshalb sollten sich zukünftige Konzepterweiterungen besonders auf die Frage des Zugangs dieser Menschen zu den Veranstaltungen konzentrieren.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Benefits of interactive health education

Results of a retrospective survey of participants in the Patient University of Hannover Medical School

Abstract:


Background:

The first German patient university was founded in 2006 to provide a comprehensive set of activities to increase health literacy both among healthy and diseased people. The concept rests on interactive provision of evidence-based medicine, in particular by practicing individual skills at various 'learning stations'. It includes activities towards improving health-based knowledge, communication with professionals, and health-promoting behavior. This article presents the results of an impact evaluation to assess how participants implement newly gained skills.

Materials and methods:

Those participants who participated in at least five events each lasting 3 h from 2007-2011 (n = 1234) were surveyed as to changes regarding knowledge and attitudes, preventative behavior, use of health-care services, and dealing with health-care professionals. The evaluation was accomplished via a partly standardized, anonymized questionnaire and SPSS Statistics was used to assess and interpret the data.

Results and conclusion:

Those responding (42.7?%) were largely representative of all people who participated in the patient university. They mentioned that participating in the mini-medical school increased their health-related knowledge (95.7?%), made them think more critically about medication use (39.7?%), and were more self-confident in appointments with doctors (56.5?%). Such effects were particularly evident in participants with low education and chronic diseases, and thereby reached different target groups. To ensure a positive impact of health education in terms of health promotion and prevention, future programs should focus on providing continuity and tailor its contents and methods towards specific groups.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Prävention und Gesundheitsförderung
Homepage: https://www.springer.com/medicine/health+informatics/journal...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA8549


Informationsstand: 31.05.2017

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