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Bibliographische Angaben zur Publikation

Fähigkeitsbeeinträchtigungen und Teilhabeeinschränkungen

Erfassung und Quantifizierung in der sozialmedizinsichen Beurteilug von psychischen Störungen



Autor/in:

Linden, Michael


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Bundesgesundheitsblatt, 2016, Band 59 (Nummer 9), Seite 1147-1153, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 1436-9990 (Print); 1437-1588 (Online)


Jahr:

2016



Abstract:


Unter 'Teilhabe' oder 'Partizipation' versteht man nach der Definition der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) das 'Einbezogensein in eine Lebenssituation'. Teilhabeeinschränkungen entstehen bei einem Mismatch von Fähigkeiten und Fähigkeitsanforderungen. Psychische Störungen gehen häufiger und langfristiger mit Teilhabeproblemen in der Lebensführung einher als andere Krankheitsgruppen.

Es gibt eine Reihe von Instrumenten zur Erfassung von Fähigkeits- und Teilhabeeinschränkungen, wie zum Beispiel die ADL-Skalen, die GAF, das ICF-AT-50, das ICFPsych A&P, der IMET, die ICF-Coresets, die WHODAS oder das Mini-ICF-APP, die unterschiedlichen Zwecken dienen, unterschiedlich genau zwischen Funktions-, Fähigkeits- und Kontextbeeinträchtigungen unterscheiden oder ein kontextadjustiertes Qualifying ermöglichen.

Neben der Qualität ist auch die Chronizität von Teilhabeeinschränkungen zu beurteilen. Dies erfolgt mit Blick auf die zugrunde liegende Störung, den bisherigen Verlauf und vor allem die bisherige Therapie, sowohl bzgl. der Funktionsstörungen wie der Fähigkeitsbeeinträchtigungen oder des Kontextes.

Die Beurteilung von Teilhabeeinschränkungen erfordert eine Kontextadjustierung. Daher können Änderungen im Lebensumfeld, wie beispielsweise dem Arbeitsmarkt, teilhaberelevant werden. Von daher ist neben der Individualperspektive auch eine Erfassung und Diskussion gesellschaftlicher Rahmenbedingungen erforderlich.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Capacity impairments and participation restrictions: Assessment and qualifying in the sociomedical evaluation of mental disorders


Abstract:


Participation is defined, according to the International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF), as inclusion in life. Participation restrictions are the result of a mismatch between capacities and context requirements. Mental disorders are more impairing than many somatic disorders.

There are instruments to assess and operationalize capacity and participation restrictions like the ADL-scales, the GAF, the ICF-AT-50, the ICFPsych A&P, the IMET, the ICF-Coresets, the WHODAS, or the Mini-ICF-APP, which differ in respect to indications, differentiation between function, capacity or context and context-adjusted qualifying.

In addition to the type of participation restrictions, their chronicity must also be assessed. This is done in reference to the present mental disorder, the course, and the earlier treatment in respect to functions, capacities, and context.

The assessment and qualifying of participation restrictions needs an adjustment to the environment or context. This is not only a problem for the individual but also for societal developments.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Bundesgesundheitsblatt
Homepage: https://www.springer.com/medicine/family/journal/103

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/ZA7374


Informationsstand: 01.12.2016

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