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Bibliographische Angaben zur Publikation

Depression bei Diabetes


Autor/in:

Kulzer, Bernhard; Krichbaum, M.; Hermanns, Norbert


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Der Diabetologe, 2014, Band 10 (Heft 6), Seite 497-510, Berlin, Heidelberg: Springer, ISSN: 1860-9716 (Print); 1860-9724 (Online)


Jahr:

2014



Abstract:


Zwischen den beiden Erkrankungen Diabetes und Depression besteht ein bidirektionaler Zusammenhang. Personen, die an einer Depression leiden, haben ein erhöhtes Risiko für die Manifestation eines Typ-2-Diabetes, und Menschen mit einer Diabeteserkrankung haben im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung ein deutlich erhöhtes Depressionsrisiko. Die Prognose des Diabetes wird durch eine zusätzlich bestehende Depression summativ negativ beeinflusst, was gleichermaßen für Patienten mit einer klinisch manifesten Depression wie auch für Patienten mit einer erhöhten Depressivität zutrifft. Dies gilt für die Selbstbehandlung, die Stoffwechseleinstellung, die Lebensqualität sowie auch für das Auftreten von Folgekomplikationen und die Mortalität. In der Praxis wird daher bei Diabetespatienten ein regelmäßiges Depressionsscreening empfohlen, um eine Depression möglichst frühzeitig zu erkennen. Die Ziele einer Depressionsbehandlung bestehen gleichermaßen in einer Verringerung der Depressivität, einer Verbesserung des Wohlbefindens, des Selbstbehandlungsverhaltens und der Stoffwechseleinstellung.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Depression with diabetes: Decisive treatment barrier


Abstract:


There is a bidirectional interrelationship between diabetes and depression. Depressive patients have a higher risk for manifestation of type 2 diabetes and diabetic patients have a higher risk for depression compared to the general population. The prognosis for diabetes is negatively influenced by the additional presence of depression in an accumulative manner, which equally affects patients with a clinically manifest depression as those with a subthreshold depression. This is true for the self-treatment behavior, glycemic control, quality of life, late complications and mortality. A regular screening for depression is therefore recommended for diabetes patients in order to detect depression as early as possible. The reduction of depressive symptoms, the increase of well-being and a better self-treatment behavior and glycemic control are the main goals of depression therapy.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Der Diabetologe
Homepage: https://www.springer.com/medicine/internal/journal/11428

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Referenznummer:

R/ZA7164


Informationsstand: 25.04.2016

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