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Bibliographische Angaben zur Publikation

Reintegration von Krebspatienten ins Erwerbsleben


Autor/in:

Rick, Oliver; Kalusche, Eva-Maria; Dauelsberg, Timm [u. a.]


Herausgeber/in:

Bundesärztekammer (BÄK); Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)


Quelle:

Deutsches Ärzteblatt, 2012, 109. Jahrgang (Heft 42), Seite 702-708, Köln: Deutscher Ärzteverlag, ISSN: 0176-3695


Jahr:

2012



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Abstract:


Hintergrund:

In Deutschland leben noch 64 % der Frauen und 59 % der Männer fünf Jahre nach ihrer Krebsdiagnose. Derzeit treten bei den Männern im erwerbsfähigen Alter 45 % der Krebserkrankungen und bei den Frauen im erwerbsfähigen Alter bereits 57 % der Krebsleiden auf. In diesem Zusammenhang können sich für nicht berentete Krebspatienten schwerwiegende Auswirkungen auf den Erwerb des Lebensunterhaltes ergeben.

Methoden:

Anhand einer selektiven Literaturanalyse wurde der prozentuale Anteil derjenigen Krebspatienten erhoben, die in Deutschland ins Erwerbsleben zurückkehren.

Ergebnisse:

Es gibt keine randomisierten kontrollierten Studien, die die Wirksamkeit der onkologischen Rehabilitation nachweisen. Darüber hinaus ist unklar, ob konfundierende Variablen in den vorliegenden Studien korrigiert wurden. International sind 63 % aller Tumorpatienten im erwerbsfähigen Alter im Mittel fünf Monate von Arbeitsunfähigkeit betroffen und nehmen anschießend wieder eine berufliche Tätigkeit auf. Allerdings variieren die Angaben erheblich. Während in Deutschland nur 59 % der Brustkrebspatientinnen wieder erwerbstätig werden, sind es in den USA und Großbritannien 80 beziehungsweise 82 %. Jüngeres Lebensalter, hoher Bildungsstand sowie eine gering invasive und wenig folgenreiche Therapie stellen prognostisch günstige Faktoren dar.

Schlussfolgerung:

Die Mehrzahl der Krebspatienten im erwerbsfähigen Alter kehrt ins Erwerbsleben zurück. Im internationalen Vergleich ergeben sich allerdings große Unterschiede, die möglicherweise auf die verschiedenen Sozialsysteme zurückzuführen sind.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Reintegrating cancer patients into the workplace


Abstract:


Background:

In Germany at present, 64% of women and 59% of men who receive a diagnosis of cancer are still alive five years later. 45% of men and 57% of women with cancer are still of working age. Cancer can markedly harm their ability to work.

Methods:

We analyzed data from selected publications to calculate the percentage of cancer patients in Germany who are now returning to work.

Results:

The efficacy of oncological rehabilitation has not been demonstrated by a randomized controlled trial, nor is it clear whether the existing studies have accounted for potentially confounding variables. A combined assessment of reports from various countries reveals that 63% of cancer patients who are of working age go back to work after being unable to work for an average of five months. The situation varies markedly across countries: In Germany, the percentage of women with breast cancer who return to work is only 59%, compared to 80% in the USA and 82% in the United Kingdom. Younger and better educated patients are more likely to return to work, as are those who have received less invasive treatment with fewer complications.

Conclusion:

Most cancer patients of working age go back to work, but the percentages vary widely from one country to another, perhaps reflecting differences in social systems.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsches Ärzteblatt
Homepage: https://www.aerzteblatt.de/archiv

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Referenznummer:

R/ZA6986


Informationsstand: 07.11.2012

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