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Bibliographische Angaben zur Publikation

Reduktion von Arbeitsunfähigkeitszeiten durch ein Betriebliches Gesundheitsmanagement mit Fokus auf Teamfähigkeit und Selbstmanagement


Autor/in:

Linden, Michael; Muschalla, Beate; Sandner, Gabriele [u. a.]


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Praxis Klinische Verhaltensmedizin und Rehabilitation, 2016, 29. Jahrgang (Heft 98), Lengerich: Pabst Science Publishers, ISSN: 0933-842X


Jahr:

2016



Abstract:


Das Ziel eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) ist es, den Gesundheitsstatus der Mitarbeiter zu verbessern, ihre Arbeitsfähigkeit zu stärken und Fehlzeiten zu reduzieren. Dazu gehören bessere arbeitsbezogene Bewältigungsfähigkeiten und Selbstmanagement. Diese Fähigkeiten werden im Rahmen des BGM in Fokusgruppen trainiert.

In dieser Studie wurde die Effektivität eines BGMs untersucht, einschließlich einer speziellen Gruppen-Intervention zur Erhöhung von arbeitsbezogenem Selbstmanagement. Teilnehmer waren Angestellte einer großen Behörde (Deutsche Rentenversicherung, Abteilung Rehabilitation). Die Auswirkungen des BGMs auf krankheitsbedingte Fehlzeiten wurden untersucht, indem eine Interventionsgruppe (N = 159) mit zwei Kontrollgruppen (N = 450) verglichen wurde. Eine zentrale Intervention des BGMs stellten verhaltensorientierte Gruppensitzungen ('Great-Fokusgruppen') mit den jeweiligen Mitgliedern eines Arbeitsteams dar. In diesen Gruppen wurden arbeitsbezogene Einstellungen reflektiert und arbeitsbezogene Selbstmanagement- und Teamfähigkeiten trainiert.

Die Teilnehmer wurden am Ende um ihre subjektive Einschätzung der Fokusgruppen gebeten. Krankheitsbedingte Fehlzeiten wurden aus den Routine-Daten des Arbeitgebers entnommen. Nach der Teilnahme am BGM gaben die Teilnehmer der Fokusgruppen an, bessere Bewältigungsfähigkeiten und Kommunikation erlernt zu haben. Sie hatten den Vorsatz gefasst, Änderungen an ihrer Arbeitssituation aktiv selbst anzugehen. Die Quote krankheitsbedingter Fehlzeiten in der BGM-Interventionsgruppe sank von 9.26 % im Jahr vor dem BGM auf 7.93% im Jahr nach dem Programm, während es im selben Zeitraum einen Anstieg von 7.9 % bzw. 10.7 % in den beiden Kontrollgruppen (ohne BGM) gab. BGM-Programme mit einem Fokus auf arbeitsbezogenes Selbstmanagement der Mitarbeiter und Teams tragen dazu bei, Fehlzeiten zu reduzieren.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Praxis Klinische Verhaltensmedizin & Rehabilitation
Homepage: https://www.psychologie-aktuell.com/index.php?id=praxis

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Referenznummer:

R/ZA6949


Informationsstand: 10.06.2016

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