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Bibliographische Angaben zur Publikation

Psychische und Verhaltensstörungen: Die Epidemie des 21. Jahrhunderts?

Der Erhalt oder die Wiederherstellung der seelischen Gesundheit müssen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen werden



Autor/in:

Weber, Andreas; Hörmann, Georg; Köllner, Volker


Herausgeber/in:

Bundesärztekammer (BÄK); Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)


Quelle:

Deutsches Ärzteblatt, 2006, 103. Jahrgang (Heft 4), Seite A 834-41, Köln: Deutscher Ärzteverlag, ISSN: 0176-3695


Jahr:

2006



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Abstract:


Die Anzahl von Menschen mit Psychischen Erkrankungen und Verhaltensstörungen ist im 21. Jahrhundert erheblich gestiegen. Diese Erkrankungen stellen nicht nur für die betroffenen Personen erhebliche Belastungen dar. Sie werfen auch gesamtgesellschaftliche Probleme auf, da ein kontinuierlicher Anstieg an Arbeitsunfähigkeitstagen infolge psychischer Erkrankungen zu verzeichnen ist. Dies wiederum bedeutet eine hohe Kostenbelastung, insbesondere für die Kranken- und Rentenversicherungen.

Um Folgeschäden und sogar eventuelle Frühberentung infolge psychischer Erkrankung zu verhindern, ist es zunächst wichtig, die häufigsten Ursachen der Krankheiten zu analysieren und zu entschärfen. Als Hauptgründe sind gewachsener Leistungsdruck in allen Lebensbereichen bei gleichzeitiger Unsicherheit über die berufliche wie private Zukunft zu betrachten.

Da psychosomatische Gesundheitsstörungen, die zur Rente führen, nach wie vor als nicht heilbar gelten, kommt der Optimierung der Rehabilitation eine Schlüsselrolle zu. Diese muss einerseits eine hohe Qualität, Effektivität und Effizienz haben, andererseits muss sie mit dem Beruf verknüpft sein.

Gleichzeitig muss ein Umdenken gegenüber psychischen Erkrankungen in der Gesellschaft, in Politik und in Unternehmen erfolgen. Da die volkswirtschaftlichen Aufwendungen bei Frühverrentung erheblich sind, gilt es, mehr in die Förderung von Gesundheit und Teilhabe am Arbeitsleben zu investieren. Ein wesentlicher Punkt der dabei beachtet werden muss ist, dass zwischenmenschliche Beziehungen entscheidend für das Gelingen von Arbeit und für ein erfülltes und zufriedenes Leben sind. Deshalb, so die Autoren, ist die Wiederentdeckung der Humanität eine der größten Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsches Ärzteblatt
Homepage: https://www.aerzteblatt.de/archiv

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Referenznummer:

R/ZA3256


Informationsstand: 28.09.2006

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