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Bibliographische Angaben zur Publikation

Rückenschmerzen im Erwerbstätigenalter


Autor/in:

Klipstein, Andreas; Nydegger, Alexander


Herausgeber/in:

k. A.


Quelle:

Therapeutische Umschau, 2013, Band 70 (Heft 9), Seite 515-521, Bern: Huber, Hogrefe, ISSN: 0040-5930 (Print); 1664-2864 (Online)


Jahr:

2013



Abstract:


Rückenschmerzen im Erwerbstätigenalter zeichnen sich dadurch aus, dass sie einerseits im Zusammenhang mit Arbeitstätigkeiten auftreten können, andererseits im Falle der Beeinträchtigung von Körperfunktionen mit den Arbeitsaufgaben interagieren können und so zur vorübergehenden oder andauernden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führen können. Dies kann ökonomische, unter Umständen auch existentielle Probleme zur Folge haben. Obwohl auch neurogene und entzündliche Ursachen in Frage kommen, stellen die 'banalen' Rückenschmerzen mit und ohne Ausstrahlung die überwiegende Mehrzahl der Fälle dar. Ein Hauptproblem stellt sich aufgrund der hohen Rezidivneigung ('periodischer Verlauf'). Nach frühzeitigem Ausschluss spezifischer Ursachen ('rote Flaggen': Anamnese und einfaches Labor meist ausreichend!) sind wiederholte Abklärung zu vermeiden.

Strukturelle Veränderungen und physische Arbeitsbelastungen als Ursachen dürfen nicht überbewertet werden. Dagegen spielt in der Frühphase eine geeignete Information und Medikation, bei anhaltender Funktionsstörung eine aktive Behandlung (Verläufe über 3 Wochen oder Rezidive) im Vordergrund. Langzeitverläufe haben erhebliche individuelle und sozioökonomische Konsequenzen. Das Chronifizierungsrisiko kann mittels 'gelber Flaggen' und Verlaufscharakteristika erkannt werden. Eine möglichst rasche Rückkehr zu Alltagsaktivitäten ist vordringlich. Bei Risiko für chronische Verläufe und/oder Eingliederungsproblemen sind eine interdisziplinäre arbeitsbezogene Rehabilitation oder sozialberufliche Eingliederung zu forcieren.


Weitere Informationen:


Englisches Abstract:

Abstract:


Back pain in the working age population can coincide with work-related activities and may lead to temporary or permanent work disability in the case of functional impairment that interacts with workplace demands. This can lead to economic if not existential problems for the affected individual. Although neurogenic or inflammatory back pain may be the cause, the big majority of all cases is caused by 'common' low back pain with or without irradiating pain, the main problem being frequent recurrencies of acute pain episodes (periodic or relapsing course). After early exclusion of specific causes (i. e. 'red flags”: usually identified through history and simple laboratory findings!) repetitive examinations should be avoided.

Structural changes and physical job demands should not be overestimated as causal factors. In the early phase of a work disability more emphasis should be laid however on appropriate information and medication and, in case of persistent impairment, active treatment (after 3 weeks or relapse). Longtime workplace absence has important individual and socioeconomic consequences. The risk for chronification can be estimated through evaluation of 'yellow flags' and observation of caracteristics of the course in the individual case. An early return to work and to activities of daily life is urgent. In cases at risk for chronification and/or with obstacles to reintegration at work an interdisciplinary work-oriented rehabilitation or social and occupational reintegration should be organised.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag




Bezugsmöglichkeit:


Therapeutische Umschau
Homepage: https://econtent.hogrefe.com/loi/tum

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Referenznummer:

R/ZA1290


Informationsstand: 18.05.2016

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