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Bibliographische Angaben zur Publikation

Umsetzung der Inklusion hörbeeinträchtigter Studierender in deutschen Hochschulen


Sammelwerk / Reihe:

Wismarer Diskussionspapiere, Band 06/2020


Autor/in:

Weckwert, Alica


Herausgeber/in:

Hochschule Wismar - Fakultät für Wirtschaftswissenschaften


Quelle:

Wismar: Eigenverlag, 2020, 169 Seiten: PDF, ISBN: 978-3-939159-80-3


Jahr:

2020



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Abstract:


Menschen mit einer Hörbehinderung sind im Studium oft überfordert, ihren Alltag in einer Hochschule zu bewältigen und sind häufiger Stresssituationen ausgesetzt als Studierende ohne eine Behinderung. Vorlesungen, Vorträge, Seminare und Gruppenarbeiten beanspruchen ständig die akustische Wahrnehmung. Durch die Hörbehinderung ist eine einwandfreie Teilnahme an solchen Interaktionen nicht oder schlecht möglich.

Somit sind die hörbeeinträchtigten Studierenden auf Hilfsmittel und Kommunikationsassistenz angewiesen. Laut Hochschulrahmengesetz (HRG) tragen die Hochschulen dafür Sorge, dass Studierende mit einer Behinderung nicht benachteiligt werden und die Angebote der Hochschule möglichst ohne fremde Hilfe in Anspruch nehmen können (§ 2 Absatz 4 Satz 2 HRG).

Seit 2009 hat Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ratifiziert. Das Recht auf inklusive Hochschulbildung ist eine der zentralen Forderungen der Konvention. In der UN-BRK wird festgehalten, dass die Vertragsstaaten das Recht von Menschen mit Behinderungen auf Bildung anerkennen. Weiterhin gewährleisten sie ein integratives Bildungssystem auf allen Ebenen und lebenslanges Lernen.

Die Vertragsstaaten sollen zunächst sicherstellen, dass Menschen mit Behinderungen (MmB) die notwendige Unterstützung erhalten, um ihre Bildung zu erleichtern (vergleiche Artikel 24 UN-BRK). Jedoch geht aus einer Datenerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) zur Situation Studierender mit Behinderung und chronischer Krankheit im Jahr 2016/17 in Deutschland hervor, dass 49 von 72 gehörlosen Studierenden durch die Hör- und/oder Sprechbehinderung sehr stark oder stark im Studium beeinträchtigt sind (vergleiche Poskowsky et al., Seite 23).

Beeinträchtigungsbezogene Schwierigkeiten im Studium wurden unter anderem im Bereich 'soziales Miteinander, Kontakte und Kommunikation' festgestellt, 48 Prozent der befragten Studierenden haben in diesem Bereich Schwierigkeiten (vergleiche ebenda, Seite 125). Weiterhin geben 1,7 Prozent der hörbeeinträchtigten Studierenden an, dass sie 'Schwierigkeiten in Zusammenhang mit der Versorgung mit Gebärdensprachdolmetscher:innen/ Kommunikationsassistenzen" (ebenda, Seite 132) haben.

Der Bedarf an baulicher Barrierefreiheit/ bestimmten räumlichen Bedingungen geben die Hälfte (50 Prozent) an, 'dass die Hörverhältnisse beziehungsweise die Akustik in Lehrveranstaltungen sich studienerschwerend für sie auswirken' (ebenda., Seiten 160-161). Damit stellen die Hörverhältnisse die größte Schwierigkeit dar (vergleiche ebenda).


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


HWS-Hochschule Wismar Service GmbH
Homepage: https://www.fww.hs-wismar.de/forschung-kooperationen/veroeff...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV9066


Informationsstand: 12.08.2021

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