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Bibliographische Angaben zur Publikation

Ergonomie im Spannungsfeld von Arbeits-, Daten- und Diskriminierungsschutz

Analyse arbeitsrechtlicher Voraussetzungen zur Erfassung individual- oder gruppenbezogener Daten als Grundlage für angepasste Arbeitsplatzgestaltung in Unternehmen am Beispiel von Körpermaßen



Autor/in:

Thüsing, Gregor


Herausgeber/in:

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)


Quelle:

Dortmund: Eigenverlag, 2014, 1. Auflage, 99 Seiten: PDF, ISBN: 978-3-88261-012-3 (PDF)


Jahr:

2014



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Abstract:


Nach § 3 Absatz 1 Satz 1 ArbSchG sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verpflichtet, die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen. Nach § 4 Nummer 6 ArbSchG müssen sie dabei auch spezielle Gefahren für besonders schutzbedürftige Beschäftigtengruppen berücksichtigen. Wollen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber dieser Pflicht nachkommen, müssen sie wissen, wie es um die körperliche Statur und Verfassung ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer steht. Gleichzeitig sind Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zur Datensparsamkeit verpflichtet, insbesondere bei so sensiblen Daten wie Gesundheitsdaten.

Der Weg optimaler ergonomischer Gestaltung des Arbeitsplatzes kann damit ein Weg zwischen Skylla und Charybdis sein: Orientieren sich Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zu wenig an der konkreten Person, können sie ihren Pflichten nach dem ArbSchG unter Umständen nicht nachkommen, wollen sie mehr wissen, als nach dem Gesetz erforderlich, können sie gegen das Datenschutzrecht verstoßen. Zugleich müssen sie die Grenzen des Diskriminierungsrechts einhalten, wollen sie aufgrund dieser Daten Entscheidungen treffen, die anknüpfend an Merkmale nach § 1 AGG keine hinreichende Rechtfertigung haben.

Die Darstellung gibt einen Überblick über die Lösung dieses Konflikts und bringt die Regelungen des Arbeitsschutzgesetzes mit denen des AGG und des BDSG in einen Ausgleich. Dabei wird deutlich, dass keinem dieser Gesetze ein absoluter Vorrang eingeräumt werden kann. Vielmehr sind alle diese Regelungen wechselseitig in Beziehung zu setzen.

Die Darstellung orientiert sich mit ihrem Aufbau an diesen Vorgaben:
Im ersten Teil (Kapitel 1) wird die arbeitsschutzrechtliche Dimension der Problematik dargestellt; dem schließen sich Ausführungen zur datenschutzrechtlichen (Kapitel 2) und diskriminierungsrechtlichen (Kapitel 3) Ebene und damit verbunden den Grenzen des Arbeitsschutzes an. Kapital 4 zeigt Reformbedarf auf, der sich aus der notwendigen Anpassung an europarechtliche Vergaben ergibt, und schlägt eine Lösung vor. Die Bearbeitung endet mit konkreten Hinweisen, wie die Vorgaben des Arbeitsschutzes, begrenzt durch Daten- und Diskriminierungsschutz, in der Praxis berücksichtigt und umgesetzt werden können (Kapitel 5).

[Aus: Information der Herausgeberin]


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Buch/Monografie / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Homepage: https://www.baua.de

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV8227


Informationsstand: 13.04.2015

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