Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Arbeitsfähigkeit, Motivation, Volition: Wer beantragt eine Rehabilitation?

Vortrag auf dem 27. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. Februar 2018 in München



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation bewegt!


Autor/in:

Schlumbohm, Anna; Spanier, Katja; Peters, Elke [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2018, Seite 221-223


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF, 12 MB).


Abstract:


Subjektive Arbeitsfähigkeit und die Dauer der Arbeitsunfähigkeit sind bei Erwerbstätigen wesentliche Prädiktoren für die Beantragung einer medizinischen Rehabilitation. Bisher unbeantwortet ist die Frage, wie Unterschiede bei der Beantragung zwischen Personen mit ähnlichen krankheitsbedingten Voraussetzungen erklärt werden können. Basierend auf Schwarzers Prozessmodell des Gesundheitsverhaltens entwickelten Spanier et al. und Bethge et al. ein Modell, welches die Antragstellung - also das Gesundheitsverhalten - als Ergebnis von Intentionsbildung und Handlungsplanung versteht. Diese wiederum werden von Selbstwirksamkeitserwartungen, sozialer Unterstützung und Ergebniserwartungen beeinflusst.

Ziel dieser Studie ist es zu prüfen, ob die Determinanten des Modells von der subjektiven Arbeitsfähigkeit beeinflusst werden und ob die gleichen Prozesse der Intentionsbildung und Handlungsplanung für Erwerbstätige mit schlechter, mittelmäßiger und guter subjektiver Arbeitsfähigkeit gelten. Die Daten wurden in der ersten Welle des 'Dritten Sozialmedizinischen Panels für Erwerbspersonen' erhoben. Die Bruttostichprobe umfasste 10.000 Versicherte der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund der Jahrgänge 1959 bis 1974 mit Krankengeldbezug im Jahr 2012.

Das um den WAI erweiterte motivationspsychologische Modell der Rehabilitationsantragstellung trägt zum Verständnis der Wirkbeziehungen der am gesamten Beantragungsprozess beteiligten Faktoren bei. Hausärzte haben einen grö?eren Einfluss auf die Prozesse der Antragsstellung bei Erwerbstätigen mit schlechter subjektiver Arbeitsfähigkeit. Familiäre Unterstützung kommt eher denjenigen mit hoher subjektiver Arbeitsfähigkeit zugute. Befragungen zu möglichen Barrieren der Inanspruchnahme in Stichproben mit repräsentativen Versichertenstichproben mit überwiegend geringen Einschränkungen sind für die Identifizierung von Barrieren wahrscheinlich ungeeignet, da bestimmte Determinanten, wie antizipierte negative familiäre Folgen, ausschließlich in der relevanten Zielgruppe rehabilitativer Leistungen von Bedeutung sind.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '27. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation bewegt!'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV784653


Informationsstand: 18.05.2018

in Literatur blättern