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Bibliographische Angaben zur Publikation

Wie gelangen die Versicherten in der medizinischen Rehabilitation in die Sozialberatung? Eine Befragung von Sozialdiensten in Reha-Einrichtungen

Vortrag auf dem 27. Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 26. bis 28. Februar 2018 in München



Sammelwerk / Reihe:

Rehabilitation bewegt!


Autor/in:

Streibelt, Marco; Keßler, Christina; Goedecker-Geenen, Norbert


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Berlin: Eigenverlag, 2018, Seite 100-102


Jahr:

2018



Link(s):


Link zu dem Beitrag im Tagungsband (PDF | 12 MB)


Abstract:


Angesichts der steigenden Bedeutung umweltbezogener Kontextfaktoren sowie einem ganzheitlichen Verständnis von Rehabilitation auf Basis des bio-psycho-sozialen Gesundheitsmodells wird Soziale Arbeit in der Rehabilitation immer wichtiger. Mittlerweile nimmt die Arbeit von Sozialdiensten in aktuellen Reha-Konzepten eine tragende Rolle ein. Nicht zuletzt deshalb wird eine verstärkte Professionalisierung Sozialer Arbeit gefordert. Momentan ist allerdings unklar, wie diese tatsächlich in die Rehabilitation eingebettet ist. Ziel des Beitrags war es deshalb, eine Bestandserhebung in Bezug auf die Bedarfsfeststellung für und den Zugang zu Sozialer Arbeit in der Rehabilitation aus der Perspektive der Sozialarbeit selbst durchzuführen.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Bedeutung der Arbeit der Sozialdienste in Rehabilitationseinrichtungen aus der Sicht der Betroffenen selbst als positiv eingeschätzt wird. Aspekte der Sozialarbeit werden in der Diagnostik und auch bei der Reha-Zielvereinbarung teilweise berücksichtigt. Entwicklungspotenziale zeigen sich hinsichtlich des Zuweisungsmanagements. In fast allen Reha-Einrichtungen ist der ärztliche Dienst die primäre Zuweisungsquelle zur Sozialarbeit. Der Sozialdienst selbst ist nur in gut der Hälfte der Einrichtungen in die Auswahl eingebunden.

Auffällig ist, dass nicht einmal in der Hälfte der Einrichtungen ein standardisiertes Screening bzw. schriftliche Zuweisungskriterien existieren, um eine gleichbleibend hohe und personenunabhängige Qualität der Zuweisung zu gewährleisten. Damit einher geht die Wahrnehmung, dass Rehabilitanden immer wieder zu spät in die Sozialberatung kommen, so dass relevante Aktivitäten nicht mehr durchgeführt werden können. Ein Kriterienkatalog sowie ein strukturierter Prozess der Bedarfsfeststellung würden die Qualität der Zuweisungspraxis erhöhen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '27. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitation bewegt!'




Dokumentart:


Sammelwerksbeitrag / Forschungsergebnis / Online-Publikation




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)
Bereich Reha-Forschung > Reha-Kolloquium
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Experten/R...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV784615


Informationsstand: 19.06.2018

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