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Bibliographische Angaben zur Publikation

BOMeN - Berufliche Orientierung in der Medizinischen Neurorehabilitation

Vortrag auf dem Siebzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 3. bis 5. März 2008 in Bremen



Autor/in:

Menzel-Begemann, Anke; Honemeyer, Sonja


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2008, Seite 548-550, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2008



Abstract:


Krankheitsverläufe neurologischer Patienten lassen sich häufig anfangs nicht unmittelbar erkennen. Allerdings spielen Aufmerksamkeits- und Gedächtnisfunktionen für die berufliche Wiedereingliederung eine zentrale Rolle. Im BOMeN-Ansatz werden Berufsorientierung, Awarenessförderung und Motivationsstärkung in einer zeitlich und inhaltlich regelorientierten Behandlungsform für die medizinischen Neurorehabilitation integriert.

Das Programm richtet sich an Patienten mit Schlaganfall- und Schädel-Hirn-Trauma. Sie müssen ein prognostisch positives berufsbezogenes Leistungsprofil und mindestens eine berufliche Problemlage wie Belastbarkeit unter sechs Stunden aufweisen. Die Entwicklung der Einschätzung der Defizite beginnt innerhalb des BOMeN-Ansatzes mit einem strukturierten Diagnoseprozess. Dabei wird ein berufsbezogenes Anforderungs- und Fähigkeitsprofil erstellt.

Gegen Ende der Reha erfolgt eine Überprüfung, so dass Entwicklungen besprochen werden können. Die Patienten erhalten zudem ein Behandlungsangebot, dass die Funktionstherapien der medizinischen Neurorehabilitation teils ergänzt, teils ersetzt. Die experimentellen und handlungsbezogenen Therapieblöcke sind stärker teilhabeorientiert und ermöglichen ein bewusstes Erfahren eventueller Belastungen.

Die Reha- und Wiedereingliederungsverläufe von 306 Patienten werden im Rahmen eines multizentrischen Kontrollgruppen-Designs untersucht. Das BOMeN-Konzept wird mittels einer Fragebogenerhebung zu Beginn und zum Ende des Aufenthalts und sechs, zwölf und fünfzehn Monate nach der Rehabilitation mit der bisherigen medizinischen Neurorehabilitation verglichen.

Erste Rückmeldungen weisen auf eine anfänglich überhöhte Belastung der Patienten aufgrund der dreistündigen Blöcke hin. Die große Mehrheit äußerte sich jedoch positiv über diese Möglichkeit. Es konnten bereits mehrere Patienten beobachtet werden, die anfänglich von einer sofortigen und problemlosen Rückkehr in den Arbeitsalltag ausgingen und im Verlauf der Belastungsproben lernten, ihre eigenen Leistungsfähigkeit kritischer zu beurteilen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Evidenzbasierte Rehabilitation - zwischen Standardisierung und Individualisierung '| REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

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Referenznummer:

R/NV345564


Informationsstand: 02.09.2008

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