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Bibliographische Angaben zur Publikation

Erhalten Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis eine bedarfsgerechte Hilfsmittelversorgung?

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Mau, Wilfried; Müller, A.


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 296-297, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Trotz erheblicher Fortschritte bei der medikamentösen Therapie der rheumatoiden Arthritis (RA) haben 45 Prozent der Patienten mittelgradige und 23 Prozent hochgradige Einschränkungen der Alltagsaktivitäten. 48 beziehungsweise 38 Prozent von ihnen haben noch nie Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erhalten.

In einer Studie von Mau und Müller wurde die bedarfsgerechte Versorgung bei rheumatologisch betreuten RA-Kranken untersucht. Von 400 konsekutiven ambulanten Patienten mit RA aus dem Rheumazentrum Halle beantworteten im Jahr 2007 204 einen Fragebogen zur Versorgung.

Als Indikator für potenziellen Hilfsmittelbedarf bezüglich der Handfunktionen wurde aus dem ICF-Core-Set für die RA die Kombination von Schmerzen und Bewegungseinschränkungen in den Hand- und Findergelenken und mindestens einer Beeinträchtigung manueller Tätigkeitsitems im Funktionsfragebogen Hannover (FFBH) festgelegt.

Potenzieller Hilfsmittelbedarf bezüglich der Mobilität wurde operationalisiert über Schmerzen der Hüft-, Knie-, Sprung- oder Zehengelenke in Kombination mit Problemen bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder Hilfebedarf beim Gehen oder Aufstehen.

Bei 123 von 204 Patienten bestand potenzieller Hilfsmittelbedarf für die Handfunktionen. 84 Prozente der Patienten benutzten deswegen Hilfebedarf. Potenzieller Hilfsmittelbedarf für die Mobilität betraf 58 Patienten, von denen 33 Prozent Hilfsmittel verwendeten.

Zwar wird wenigstens ein Hilfsmittel für die Handfunktion häufig angegeben, dabei handelt es sich aber vor allem um Hilfen, die auch im Haushalt von Gesunden genutzt werden. Handschienen und andere manuelle Orthesen sowie Mobilitätshilfen werden trotz anzunehmendem Bedarf selten genutzt. Dies deutet darauf hin, dass das Spektrum der möglichen und bedarfsgerechten Hilfsmitteln nicht ausgeschöpft wird. Für diesen Versorgungsbereich sind deswegen eine erhöhte Aufmerksamkeit und ein vermehrter Aufwand bei der Realisierung individuell notwendig.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X43


Informationsstand: 30.04.2009

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