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Bibliographische Angaben zur Publikation

Berufliche Wiedereingliederung von Rehabilitanden nach unterschiedlichen beruflichen Bildungsmaßnahmen: Vergleich der Prognosemodelle

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Slesina, Wolfgang; Rennert, Dirk


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 211-213, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Die von der Deutschen Rentenversicherung geförderte Evaluationsstudie über berufliche Bildungsmaßnahmen für Rehabilitanden nach § 33 Absatz 2 SGB IX bezogen Maßnahmen der außerbetrieblichen Umschulung in Berufsförderungswerken, der innerbetrieblichen Umschulung nach dem dualen System und neun- bis zehnmonatige berufliche Anpassungsqualifizierungen ein.

Untersucht wurden Aspekte der Prozess- und Ergebnisqualität durch mehrfache schriftliche Befragung der Rehabilitanden. Für die drei Bildungsmaßnahmen wurden anhand der Rehabilitationsbefragung zu Reha-Beginn (T1) Prädikatoren der erfolgreichen beruflichen Wiedereingliederung zum Zeitpunkt ein Jahr nach Ende der Maßnahmen berechnet.

An der Studie, über die Slesina und Rennert in dem Artikel informieren, wirken drei Berufsförderungswerke und fünf freie Bildungsträger mit. Es beteiligten sich 380 Rehabilitanden der außerbetrieblichen Umschulung, 352 Rehabilitanden der innerbetrieblichen Umschulung und 276 Rehabilitanden mit kürzeren beruflichen Anpassungsqualifizierungen an der T1-Befragung. Für die drei Gruppen wurde eine multiple logistische Regressionsanalyse mit dem Zielkriterium der nicht erfolgreichen beruflichen Wiedereingliederung durchgeführt.

Ein Jahr nach Maßnahmenende betrug die Quote der beruflich erfolgreich Wiedereingliederten jeweils 55,2 Prozent bei Absolventen der außer- und innerbetrieblichen Umschulung und 30,8 Prozent bei Rehabilitanden in beruflichen Anpassungsqualifizierungen. In den drei Prognosemodellen finden sich einige übereinstimmende Prädikatoren der nicht erfolgreichen beruflichen Wiedereingliederung.

So hatten in allen drei Bildungsmaßnahmen Rehabilitanden mit Wohnsitz in einem strukturell schwachen Arbeitsmarktbezirk eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit der nicht erfolgreichen Wiedereingliederung. Auch gesundheitliche Beschwerden schälten sich in den drei Prognosemodellen als relevante Prädikatoren heraus. Das Merkmal soziale Unterstützung stellte sich sowohl bei der außerbetrieblichen als auch der innerbetrieblichen Umschulung als prognostisch bedeutsam heraus.

Weitere Prädikatoren der nicht-erfolgreichen beruflichen Wiedereingliederung waren unter anderem bei der außerbetrieblichen Umschulung eine geringe interne Kontrollüberzeugung, bei der innerbetrieblichen Umschulung der subjektive Umschulungsgrund der Rehabilitanden und bei den kürzeren Qualifikationsmaßnahmen keine Beratung im Vorfeld.

Die Prognosemodelle der Studie wurden intern validiert. Nur beim Modell zur innerbetrieblichen Umschulung ergaben sich Hinweise über einen Überoptimismus des Ausgangsmodells. Die Prognosemodelle der Studie könnten nach externer Validierung als Grundlage für spezifische Frühfördermaßnahmen für berufliche eingliederungsgefährdete Rehabilitanden dienen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X21


Informationsstand: 23.04.2009

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