Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Der MOSES-Fragebogen: Ein adaptives, ICF-orientiertes Assessmentinstrument zur Erfassung von Mobilität und Selbstversorgung

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Farin-Glattacker, Erik


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 132-134, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


Die ICF eignet sich, eine Standardisierung der Inhalte und Operationalisierungen von Assessmentverfahren zu Aktivitäten und Partizipation zu leisten. Außerdem bietet sie eine Grundlage für die Entwicklung generisch einsetzbarer Verfahren. Bislang gibt es allerdings nur wenige Assessmentinstrumente, die unter Bezug auf die ICF entwickelt wurden.

Bei der Entwicklung des MOSES-Fragebogens wurde unter direktem Bezug auf die Inhalte der drei- und vierstelligen Kategorien der ICF Fragebogenitems erstellt und einer umfassenden psychosomatischen Prüfung unterzogen. In dem Beitrag stellt Farin die Eigenschaften des Instruments dar und geht auf die Möglichkeit ein, das adaptive Testen bei einer Papier-und-Bleistift-Version eines Assessmentinstruments zu realisieren.

Zu den Kategorien Mobilität, Selbstversorgung und Häusliches Leben wurden mit Hilfe von so genannten Itemkonstruktionsregeln Items entwickelt. Das Instrument wurde schließlich n=549 Patienten mit muskuloskeletalen Erkrankungen, n=212 Patienten mit kardiologischen Erkrankungen und n=258 neurologische Rehabilitanden vorgelegt. Die 58 Items des Moses-Patient wurden zur Erstellung einer Behandlerversion ohne inhaltliche Veränderungen in ein Fremdbeurteilungsformat überführt.

Der Moses-Patient enthält mit 58 Items zwölf Skalen und genügt den Anforderungen des Rasch-Modells. Die Ergebnisse zeigen, dass er eine gute Reliabilität sowie hohe Änderungssensitivität und Konstruktvalidität aufweist und in unterschiedlichen Altergruppen und Geschlechtsverteilungen einsetzbar ist.

In der Behandlerversion verbleiben 47 Items, verteilt auf zwölf Skalen. Aufgrund des Wegfalls von elf Items sind die Skalen inhaltlich homogener als bei der Patientenversion, decken die ICF-Kategorien aber nicht so breit ab. Die Version MOSES-Combi enthält 87 Items und erfüllt die Anforderungen des Rasch-Modells.

Mit der erfolgreichen Umsetzung der Idee, die Kategorien der ICF nach nachvollziehbaren Regeln für eine Formulierung der Items eines Patientenfragebogens zu nutzen, konnte gezeigt werden, dass das Ziel einer theoriegeleiteten und inhaltlich vereinheitlichten Messung der Aktivitäten mit Hilfe der ICF erreichbar scheint. Außerdem liegt mit dem MOSES-Combi ein Instrument vor, welches für verschiedene Messmodelle mit unterschiedlichen Datenquellen einsetzbar ist. Diese Idee ist auch auf andere Anwendungsfelder übertragbar und erweiterbar.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV3358X08


Informationsstand: 17.04.2009

in Literatur blättern