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Bibliographische Angaben zur Publikation

Entwicklung und Einsatz adaptiver Testverfahren in der Rehabilitation am Beispiel der Erfassung von Funktionsfähigkeit im Alltag

Vortrag auf dem Achtzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 9. bis 11. März 2009 in Münster



Autor/in:

Wirtz, Markus; Forkmann, Thomas; Böcker, Maren [u. a.]


Herausgeber/in:

Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2009, Sonderausgabe, Seite 124-126, Bad Homburg v. d. H.: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation


Jahr:

2009



Abstract:


In einem Kooperationsprojekt der Pädagogischen Hochschule Freiburg, des Universitätsklinikums der RWTH Aachen und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg werden derzeit auch für den deutschsprachigen Raum Patienten aus der orthopädischen und kardiologischen Rehabilitation sowie für neurologische Patienten adaptive Assessmentprozeduren entwickelt. In diesem Beitrag werden exemplarisch für den Bereich der Funktionsfähigkeit im Alltag die zentralen Schritte der Entwicklung und der Nutzung des adaptiven Vorgehens dargestellt.

Ausgehend von etablierten Messinstrumenten sowie Experten- und Patientenbefragungen wurde eine Itembank erarbeitet, die ein breites Spektrum der Einschränkungen im Bereich der Funktionsfähigkeit im Alltag erfasst. Die Items wurden einer Stichprobe von 307 orthopädischen Rehabilitationspatienten vorgelegt.

Neben den zufrieden stellenden Itemfit-Maßnahmen liefern differenzierte Datendiagnosestrategien Hinweise auf verbleibende nicht eindimensionale Iteminformationen. So können zum Beispiel für die Moderatorvariablen Diagnose, Schweregrad der Erkrankung, Geschlecht, Alter unterschiedliche psychometrische Eigenschaften der Items nachgewiesen werden. Ausgehend von dieser Problematik werden verschiedene Lösungen für eine endgültige Itembank als optimale Basis für eine computergestützte adaptive Assessmentprozedur diskutiert. Zur Verbesserung des Assessmentstandards in der Rehabilitation wird eine simultane Schätzung des Ausmaßes an Einschränkungen und der Kompatibilität zu den Annahmen des eindimensionalen Modells empfohlen.

Obwohl beim computergestützten adaptiven Testen nur wenige Items beantwortet werden müssen, kann in allen Bereichen des Merkmalsspektrums eine Messgenauigkeit gewährleistet werden, die diejenige klassischer Erhebungsskalen zum Teil erheblich übertrifft. Die Potenziale dieses Ansatzes sollten verstärkt genutzt werden, um die Diagnostik in der Rehabilitation in Bezug auf Verlässlichkeit, Genauigkeit und Aussagekraft diagnostischer Befunde und die Patientenfreundlichkeit des Erhebungsprozesses zu verbessern.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '18. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Innovation in der Rehabilitation - Kommunikation und Vernetzung' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

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Referenznummer:

R/NV3358X05


Informationsstand: 15.04.2009

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