Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Agenda 22

Umsetzung der UN-Standardregeln auf lokaler und regionaler Ebene - Behindertenpolitische Planungsrichtlinien für kommunale und regionale Behörden



Autor/in:

Ellger-Rüttgardt, Sieglind; Bell, Susanne [u. a.]


Herausgeber/in:

Rönnersten, Maryanne


Quelle:

Sundyberg, Berlin, Heidelberg: Eigenverlag, 2004, Überarbeitete Version, 60 Seiten: PDF


Jahr:

2004



Link(s):


Link zu der Veröffentlichung (PDF)


Abstract:


Die AGENDA 22 ist am 25.2.2004 in deutscher Übersetzung erschienen. 'Im Europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen (EJMB) 2003 haben sich auf Anregung der Fürst Donnersmarck-Stiftung mehrere ganz unterschiedliche Institutionen und Organisationen in Deutschland zusammengefunden, um die 'AGENDA 22 - Umsetzung der UN-Standardregeln auf kommunaler und regionaler Ebene' in deutscher Übersetzung vorzulegen.

Initiatoren waren neben der Fürst Donnersmarck-Stiftung (Projektleiter Übersetzung Agenda 22: Thomas Golka), der Landesbehindertenbeauftragte von Niedersachsen Karl Finke, die Deutsche Vereinigung für die Rehabilitation Behinderter e.V. (DVfR, Martin Schmollinger), der Lehrstuhl Allgemeine Rehabilitationspädagogik der Humboldt-Universität Berlin (Frau Prof. Ellger-Rüttgardt) und die Albert-Schweitzer-Stiftung.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete am Ende der Internationalen Dekade der Behinderten (1982-1992) auf der Grundlage der Menschenrechte die 22 UN-Standardregeln. Die schwedische Behindertenbewegung erarbeitete auf Grundlage dieser Regeln die AGENDA 22 und machte die Umsetzung in die europäische Praxis handhabbar. Der im Oktober 2001 vorgelegte Leitfaden wurde vom European Disability Forum (EDF) autorisiert und wendet sich an Politiker, Behörden und Behindertenorganisationen, die gemeinsam als gleichberechtigte Partner eine Gesellschaft mit denselben Entfaltungsmöglichkeiten für alle Bürger gestalten.

Die AGENDA 22 mit ihrer Toolbox passt sehr gut zum nationalen Teilhabeplan, den Karl Hermann Haack, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, am 18.2. 2004 auf der Bilanzveranstaltung zum EJMB vorstellte. Er forderte in Berlin, auf allen Handlungsebenen müsse die Einbeziehung behinderter Menschen als 'Experten in eigener Sache' durchgehend sichergestellt werden. 'Genau daran orientiert sich die Agenda 22', unterstrich Karl Finke, Behindertenbeauftragter im Lande Niedersachsen.

Die AGENDA 22 lehnt sich an die 22 Punkte der verabschiedeten UN-Rules an. Sie ist ein aus dem Management übernommenes Verfahren, um durch verbindliche Regelungen zwischen Organisationen behinderter Menschen und der Politik bis zum Jahr 2010 Barrierefreiheit und Teilhabe in Schweden zu verwirklichen. Auf regionaler Ebene werden zwischen den Vertreterinnen und Vertretern behinderter Menschen und den regionalen Gliederungen verbindliche Vereinbarungen getroffen, bis wann welche Ziele erreicht werden.

Die Umsetzung der AGENDA 22 würde auch für Deutschland eine verbindliche Regelung fortschrittlicher Behindertenpolitik bis zum Jahr 2010 bedeuten und die 1998 gestartete erfolgreiche neue Behindertenpolitik der Bundesregierung in einen verbindlichen Rahmen betten. Sie wäre eine Facette einer Sozialagenda als Ergänzung zu der häufig diskutierten Agenda 2010. Das soziale Deutschland und das soziale Europa unter qualifizierter Beteiligung von Menschen mit Behinderungen zu stärken, ist Anliegen der Initiatorinnen und Initiatoren dieser Veröffentlichung der AGENDA 22 in deutscher Sprache.

Die Notwendigkeit einer deutschen Version der AGENDA 22 wurde bereits während der Aachener Tagung von Rehabilitation International im November 2002 sehr deutlich. Die Übersetzung der AGENDA 22 ist ein wesentliches Ergebnis der Aktivitäten der beteiligten Organisationen und Institutionen zum EJMB.

(DVfR)


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur / Online-Publikation / Praxishilfe/Ratgeber




Bezugsmöglichkeit:


Fürst Donnersmarck-Stiftung
Homepage: https://www.fdst.de/

Deutsche Vereinigung für die Rehabilitation Behinderter e.V. (DVfR)
Homepage: https://www.dvfr.de/

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV1306


Informationsstand: 23.03.2004

in Literatur blättern