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Bibliographische Angaben zur Publikation

Persönlichkeitsförderung durch systematische berufliche Bildung von Menschen mit Behinderungen in der WfbM

Vortrag auf der 8. Europäische Regionalkonferenz von Rehabilitation International, 11.-15.11.2002, Aachen



Autor/in:

k. A.


Herausgeber/in:

aktionbildung


Quelle:

Meisenheim: Eigenverlag, Online-Ressource, 2003, 5 Seiten: DIN-A4


Jahr:

2003



Abstract:


Werkstätten für behinderte Menschen sind berufliche Rehabilitationseinrichtungen. Seit dem 1. Juli 2001 sind sie in einem neuen Sozialgesetzbuch (SGB IX) gesetzlich verankert und in ihrem Auftrag erweitert. Als Einrichtungen 'zur Teilhabe am Arbeitsleben und zur Eingliederung in das Arbeitsleben' steht die Werkstatt 'allen Menschen mit Behinderungen unabhängig von Art oder Schwere der Behinderung offen, sofern erwartet werden kann, dass sie spätestens nach Teilnahme an Maßnahmen im Berufsbildungsbereich wenigstens ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung erbringen werden.' (SGB IX § 136ff).

Dem Berufsbildungsbereich in der Werkstatt für behinderte Menschen kommt damit ein besonderer Stellenwert zu. Mit dem SGB IX fordert der Gesetzgeber von den Werkstätten 'eine angemessene berufliche Bildung' beziehungsweise 'ein möglichst breites Angebot an Berufsbildungs- und Arbeitsplätzen'. Alle Maßnahmen sollen es den Menschen mit Behinderungen ermöglichen, 'ihre Leistungs- oder Erwerbsfähigkeit zu erhalten, zu entwickeln, zu erhöhen, oder wiederzugewinnen und dabei ihre Persönlichkeit weiterzuentwickeln.'

Für die tägliche Werkstattarbeit haben sich viele Fragen ergeben:
- Was bedeutet 'angemessene' berufliche Bildung?
- Wenn die Werkstatt allen Menschen mit Behinderungen offen steht, welche Bildungsangebote kann sie ihnen bereit stellen?
- Wie soll eine individuelle 'angemessene' berufliche Bildung organisiert sein?
- Wie breit muss/soll das Angebot an individuellen Maßnahmen sein?
- Auf welchem Niveau bildet die Werkstatt beruflich aus?
- Welchen strukturellen Rahmen braucht ein Berufsbildungsbereich?
- Bleibt berufliche Bildung auf den BBB beschränkt?
- Wie begegnet die Werkstatt dem bekannten Dilemma von Produktion und Pädagogik im Arbeitsbereich?

Antworten auf diese Fragen zu finden ist eine wichtige Herausforderung der zukunftsorientierten Werkstattarbeit. Um Werkstätten für behinderte Menschen in dieser Arbeit zu unterstützen, führen die Fachverbände der Behindertenhilfe in Deutschland ein Projekt zur Verbesserung der beruflichen Bildung in Werkstätten für behinderte Menschen durch: aktionbildung Die Fachverbände werden hierbei von zwei zentralen Organisationen für die berufliche Rehabilitation beraten. Die BAG:WFB sowie die Bundesanstalt für Arbeit unterstreichen durch ihre Teilnahme die Wichtigkeit des Projektarbeit. aktionbildung arbeitet seit dem 1.4. 01 für die Fachverbände. Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre.

Ziel von aktionbildung ist, die berufliche Bildung zu einer strategischen Aufgabe der Werkstattarbeit zu machen. aktionbildung arbeitet bundesweit mit Unterstützung der sechs teilnehmenden Organisationen. Die Arbeitsweise gliedert sich im Wesentlichen in zwei Bereiche: Zum einen werden konkret in vier ausgewählten Werkstätten Konzepte beruflicher Bildung erarbeitet und durch Erfahrungen anderer Werkstätten ergänzt. In der Praxis soll gezeigt werden mit welchen konkreten Maßnahmen die berufliche Bildung von behinderten Menschen organisiert wird.

Alle notwendigen Umsetzungsschritte werden dokumentiert und anderen interessierten Werkstätten zur Verfügung gestellt. Zum anderen hat aktionbildung den Auftrag, die bestehende Methoden und Materialen anderer Werkstätten zu sammeln. Eine Plattform soll gestaltet werden, auf der ähnlich einer Börse 'geeignete Maßnahmen beruflicher Bildung' gehandelt werden können. Dies geschieht mittels einer Datenbank, über die notwendige Materialien zur beruflichen Bildung abgefragt werden können.

[Gemäß Einleitung]


Weitere Informationen:


Englisches Abstract

Personality enhancement through systematic vocational training of disabled personnel in sheltered workshops


Abstract:


Workshops for handicapped persons are career orientated rehabilitation centres. Since July 1st, 2001 are they grounded by law in a new SOZIALGESETZBUCH (SGB IX) and extended in their brief. As an institution for 'the participation and the integration in the working life' this workshop is open to any disabled person, regardless of the kind or severity of the handicap.

Required is that the participant will be able to produce at least a minimum of economic usable efficiency. (SGB IX paragraph 136ff). With that the area of vocational education plays an important role in sheltered workshops. By using the SGB IX the legislative body demands 'a possibly broad selection of vocationally orientated institutions and jobs' from the sheltered workshops. All measures are supposed to enable handicapped persons 'to keep, extend, increase or to regain their fitness for work and - in the course of this - to develop their personality.'

For the daily work in these workshops many questions have come into being:
- What is the meaning of an 'adequate' career orientated education?
- If the workshop is open to all people with a handicap, which educational offers can it provide?
- How should an 'adequate' career orientated education be organised?
- How broad shall individual measures be offered?
- On which level does the workshop train vocationally?
- Which structural guidelines does a vocational education need?
- Is vocational education going to stay limited to vocational education?
- How does the workshop deal with the well-known dilemma of production and education in the scope of work?
Finding answers to these questions is an important challenge for the forward-looking business of sheltered workshops. To support sheltered workshops in this task, the 'Fachverbände für Behindertenhilfe' in Germany have been carrying out a project for the betterment of the vocational education in these workshops: aktionbildung.

During this, the trade associations are being consulted by two central organisations for the vocational rehabilitation. The BAG (Federal Labour Court), WfbM (workshops for disabled persons) as well as the Federal Labour Office underline the importance of this project through their participation. aktionbildung has been working for the trade associations since April 4th, 2001. The projects' term amounts to three years.

The aim of aktionbildung is to make vocational education a strategically assignment of the workshops' business. aktionbildung is working throughout Germany with the assistance of the six participating organisations. The working method is essentially divided in two fields: Firstly, concrete concepts of vocational education are being elaborated in four selected workshops and supplemented by the experience of other ones.

In practice is to be demonstrated which concrete measures are being used to organise the vocational education of disabled persons. All steps necessary for the realisation of the project are being documented and placed at the disposal of other workshops' that are interested in it. Secondly, aktionbildung has the assignment to collect the already existing methods and materials from other workshops. It is planned to create a platform comparable to a stock exchange where 'suitable measures of vocational education' can be listed. This happens by means of a data base, which makes it possible for users to recall essential materials concerning vocational tuition.


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Dokumentart:


Graue Literatur




Bezugsmöglichkeit:


k. A.
Publikation aus dem ausgelaufenen Projekt aktionbildung.

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/NV0825


Informationsstand: 01.06.2004

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