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Bibliographische Angaben zur Publikation

Differenzielle Therapieeffekte bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen: Vergleichende Evaluation einer herkömmlichen und einer medizinisch-beruflich orientierten (MBO) orthopädischen Rehabilitation

Vortrag auf dem Vierzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 28. Februar bis 2. März 2005 in Hannover



Autor/in:

Möllmann, Cathleen; Dohnke, B.; Müller-Fahrnow, Werner


Herausgeber/in:

Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2005, Sonderausgabe, Seite 282-283, Bad Homburg v. d. H.: WDV Wirtschaftsdienst


Jahr:

2005



Abstract:


Basierend auf der Annahme, dass der Schmerzchronifizierungsgrad sowohl den Prozess als auch die Ergebnisse einer Rehabilitation beeinflusst, dient das Mainzer Stadienmodell der Schmerzchronifizierung (MPSS) als ein Screening-Instrument zur Therapieplanung und zur Vorhersage von Therapieergebnissen. Die Befundlage zu differenziellen Therapieeffekten - im Sinne signifikanter Moderatoreffekte des Chronifizierungsstadiums - ist jedoch heterogen.

Im Gegensatz zur herkömmlichen orthopädischen Rehabilitation berücksichtigt die medizinisch-beruflich orientierte (MBO-) Rehabilitation bereits in der Diagnostik und darauf basierend auch in der Therapie zusätzlich zu den gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die damit assoziierten beruflichen Problemlagen. Vor diesem Hintergrund erfolgt in der Studie die vergleichende Überprüfung der Rehabilitationsergebnisse für die drei Schmerzchronifizierungsstadien unter zusätzlicher Berücksichtigung unterschiedlicher Rehabilitationskonzepte.

Zu Beginn der Rehabilitation unterschieden sich die Patienten der drei Schmerzchronifizierungsstadien signifikant in allen einbezogenen psychologischen Variablen; die Patienten des Stadiums III waren jeweils am stärksten beeinträchtigt. Im Rahmen der Veränderungsmessung wurden parallele Verläufe für die drei Stadien ausgewiesen, wobei sich in der Gesamtstichprobe für die Mehrzahl der getesteten Variablen signifikante Verbesserungen über die Zeit zeigten.

Daneben waren für eine der Schmerzvariablen sowie für Fähigkeitseinschränkungen und belastende Arbeitsanforderungen signifikante Wechselwirkungen der Faktoren Zeit, Chronifizierungsstadium und Klinik festzustellen. Hier konnte vor allem gezeigt werden, dass die Patienten des Stadiums III in der MBO-Klinik die stärksten Therapieeffekte aufwiesen.

Die Ergebnisse verdeutlichen zunächst stadienspezifische Unterschiede im psychischen Befinden der Patienten zu Beginn der Rehabilitation. Differenzielle Stadieneffekte bezüglich der Therapieergebnisse wurden innerhalb der vorliegenden Stichprobe nicht ausgewiesen. Die MBO-Rehabilitation erzielte gegenüber der herkömmlichen orthopädischen Rehabilitation zum Teil bei berufsbezogenen Merkmalen bessere Ergebnisse.

Differenzielle Klinik- und Stadienunterschiede wurden bezüglich der Reduktion der Schmerzen und zum Teil hinsichtlich der Verringerung von arbeitsbezogenen Belastungen deutlich, so dass Patienten eines höheren Stadiums mehr von der MBO profitierten als Patienten eines geringeren Stadiums.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Strukturierter Merkmalkatalog' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

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Referenznummer:

R/GL135938


Informationsstand: 05.04.2005

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