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Bibliographische Angaben zur Publikation

Barrieren bei der Umsetzung berufsorientierter Rehabilitationskonzepte

Vortrag auf dem Vierzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 28. Februar bis 2. März 2005 in Hannover



Autor/in:

Josenhans, Jochen; Arlt, Andreas Christof; Bodman, J. von [u. a.]


Herausgeber/in:

Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2005, Sonderausgabe, Seite 268-270, Bad Homburg v. d. H.: WDV Wirtschaftsdienst


Jahr:

2005



Abstract:


Der gesetzliche Auftrag der Rentenversicherungsträger bezüglich der Rehabilitation ihrer Versicherten bezieht sich ausdrücklich darauf, den Auswirkungen von Krankheit und Behinderung auf die Erwerbsfähigkeit entgegenzuwirken oder sie zu überwinden und eine dauerhafte Eingliederung in das Erwerbsleben zu erreichen. Spätestens seit der Reha-Krise 1996 fokussieren die Rentenversicherungssträger wie auch die Rehabilitationskliniken stärker auf dieses Ziel. In den Eckpunkten arbeitsplatzbezogener Strategien der BfA wird die berufliche Integration als erfolgsversprechendster Ansatz der Beeinflussung der Auswirkungen von Krankheit und Behinderung gesehen und ein darauf ausgerichtetes Vorgehen empfohlen.

Trotz vieler Publikationen, Kongresse und Modelle ist die Diskussion über viele Fragen der konkreten Ausgestaltung noch lange nicht abgeschlossen. Soll die Zusammenarbeit mit Einrichtungen der Beruflichen Rehabilitation verstärkt werden, sollen Nachsorgeprojekte erweitert werden, soll die Rehabilitation belastungs- und berufsorientiert oder gar berufsgruppen- und arbeitsplatzorientiert stattfinden, soll die Rehabilitation für besonders belastete Berufsgruppen früher beziehungsweise präventiv durchgeführt werden?

Im Rahmen des Netzwerks Betrieb und Reha entwickelten der Arbeitsmedizinische Dienst der Bau-BG Hamburg (AMD) und die Rheumaklinik Bad Bramstedt ein spezielles Angebot zur stationären Rehabilitation von Bauhandwerkern: RehaBau und evaluierten den Ansatz mit Hilfe des Institutes für Arbeitsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck.

Trotz guter Erfolge und sehr positiver Resonanz der Rehabilitierten wird das Programm zukünftig nur sehr eingeschränkt fortgeführt werden, da bei RehaBau die Barrieren in der praktischen Umsetzung nur zum Teil überwunden werden konnten.

Auf verschiedenen Ebenen zeigen sich - zum Teil auch strukturelle - Schwierigkeiten in der Durchführung berufsgruppenorientierter rehabilitativer Ansätze.

Mit Unterstützung des Arbeitsmedizinischen Dienstes der Bau-BG Hamburg und in enger Kooperation mit Betriebsärzten und Arbeitsmedizinischen Diensten größerer Hamburger Betriebe wird zur Zeit ein Konzept einer belastungsorientierten Rehabilitation für Menschen mit körperlich schwerer und belastender Arbeit entwickelt. Dabei wird das Prinzip der Berufsgruppenorientierung verlassen.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Strukturierter Merkmalkatalog' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL135936


Informationsstand: 05.04.2005

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