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Bibliographische Angaben zur Publikation

Zeitliche Verläufe der beruflichen Wiedereingliederung bei neurologischen Patienten

Vortrag auf dem Vierzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 28. Februar bis 2. März 2005 in Hannover



Autor/in:

Claros-Salinas, Dolores; Greitemann, Georg


Herausgeber/in:

Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2005, Sonderausgabe, Seite 249-251, Bad Homburg v. d. H.: WDV Wirtschaftsdienst


Jahr:

2005



Abstract:


Zum Gelingen oder Scheitern der beruflichen Wiedereingliederung von Patienten nach Schlaganfall, Schädelhirntrauma oder sonstigen Schädigungen des zentralen Nervensystems tragen eine Vielzahl von Faktoren bei, die sich auf das Schädigungsereignis oder individuelle Faktoren des Patienten selbst beziehen können.

Ein relevanter Faktor ist auch der Zeitpunkt, an dem eine berufliche Reintegration am Arbeitsplatz einsetzen und damit die Phase klinischer Rehabilitation begrenzen sollte. Um beurteilen zu können, inwieweit dieser Zeitpunkt bei einer neurologischen Patientenstichprobe mit insgesamt mäßiggradigen Beeinträchtigungen kognitiver Leistungen eingrenzbar ist, wurde der zeitliche Verlauf beruflicher Reintegration untersucht.

Von 120 Patienten, die der Neurologischen Berufstherapie mit dem Ziel einer Wiedereingliederung an den bisherigen Arbeitsplatz zugewiesen wurden, wurde rund 75 Prozent bei Therapie-Ende eine stufenweise Wiedereingliederung als Maßnahme zu einer leistungsförderlichen und zugleich möglichst zügigen Reintegration empfohlen.

Erfolgreich schlossen diese Maßnahme 75 Prozent der Patienten ab, während die restlichen Patienten ihre stufenweise Wiedereingliederung nicht antraten oder häufig vorzeitig abbrachen und insgesamt das Ziel einer Rückkehr an den bisherigen Arbeitsplatz nicht erreichten.

Um bestehende Sozialkontakte am Arbeitsplatz und oft langjähriges Fach- und Betriebswissen eines Patienten als Ressource beruflicher Wiedereingliederung zu nutzen, ist grundsätzlich dessen zügige Reintegration anzustreben. Die Untersuchungsergebnisse weisen auf zwei unterschiedliche Phasen eines frühen beruflichen Wiedereinstiegs 6-8 Monate nach dem Hirnschädigungsereignis und eines späteren am Ende des 18-Monate-Zeitraums hin. Dabei erscheint das Ausmaß kognitiver Leistungsdefizite ausschlaggebend für die Empfehlung einer baldigen Rückkehr an den bisherigen Arbeitsplatz, die unter Nutzung von Maßnahmen wie stufenweiser Wiedereingliederung mehrheitlich erfolgreich verlief.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk 'Strukturierter Merkmalkatalog' | REHADAT-Literatur




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

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Referenznummer:

R/GL135926


Informationsstand: 04.04.2005

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