Inhalt

in Literatur blättern

  • Detailansicht

Bibliographische Angaben zur Publikation

Die Unterhaltssicherung während einer Stufenweisen Wiedereingliederung (§ 28 SGB IX) nach Aussteuerung - Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe?

Vortrag auf dem Vierzehnten Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquium vom 28. Februar bis 2. März 2005 in Hannover



Autor/in:

Schian, Hans-Martin; Dalitz, Sabine


Herausgeber/in:

Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR)


Quelle:

Deutsche Rentenversicherung, 2005, Sonderausgabe, Seite 208-210, Bad Homburg v. d. H.: WDV Wirtschaftsdienst


Jahr:

2005



Abstract:


Die Stufenweise Wiedereingliederung als Grenzfall zwischen medizinischer Rehabilitation und Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

In der Praxis ist es keine Seltenheit, dass ein wegen Behinderung langfristig arbeitsunfähiger Arbeitnehmer nach Aussteuerung (§ 48 SGB V) Arbeitslosengeld bezieht. Im Jahr 2004 wurde in einem größeren Betrieb in zwei solchen Fällen nach Aussteuerung von ärztlicher Seite die Durchführung einer Stufenweisen Wiedereingliederung angeregt.

Für die Rehabilitanden war bei der Entscheidung über die Durchführung dieser in der Regel mehrmonatigen Maßnahme die Frage der Unterhaltssicherung von erheblicher Bedeutung. Diesbezüglich vertrat in besagten Fällen die Agentur für Arbeit die Auffassung, dass für die Dauer der Maßnahme kein Arbeitslosengeld gezahlt werden könne, da die Rehabilitanden währenddessen Vermittlungsbemühungen des Arbeitsmarktes nicht mehr zur Verfügung stünden und zudem wegen tatsächlich erbrachter Arbeitsleistungen im Betrieb nicht beschäftigungslos seien. Es stellt sich die Frage, wie in einem solchen Fall der Unterhalt der Rehabilitanden gesichert werden kann.

Die hier zu Tage tretende auch nach neuer Rechtslage bestehende Lücke im Netz der Unterhaltssicherung hat ihren Grund zum einen in der klaren gesetzlichen Einordnung der Stufenweisen Wiedereingliederung als Leistung zur medizinischen Rehabilitation und zum anderen im System der gegliederten Rehabilitation. Als Lösung kommen für die Autoren zwei Wege in Betracht:
- Die schrittweise Reintegration in den betrieblichen Arbeitsablauf könnte unter der Bezeichnung einer im SGB III genannten Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben durchgeführt werden. Zu beachten ist dabei insbesondere der Ermessensspielraum der Agentur für Arbeit.
- Die analoge Anwendung der Vorschriften des SGB III über Leistungen zur Teilhabe und die Unterhaltssicherung auf die Fälle einer Stufenweisen Wiedereingliederung.

Beide Wege sind denkbar aufgrund der Nähe der stark betriebsbezogenen Stufenweisen Wiedereingliederung zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben.


Weitere Informationen:


Schlagworte:
Informationen in der ICF:


Mehr zum Thema:


Sammelwerk '14. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium: Rehabilitationsforschung in Deutschland - Stand und Perspektiven'




Dokumentart:


Zeitschriftenbeitrag / Forschungsergebnis




Bezugsmöglichkeit:


Deutsche Rentenversicherung
Homepage: https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Ueber-uns-...

Um Literatur zu beziehen, wenden Sie sich bitte an Bibliotheken, die Herausgeber, den Verlag oder an den Buch- und Zeitschriftenhandel.



Referenznummer:

R/GL135914


Informationsstand: 01.04.2005

in Literatur blättern