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Angaben zum Praxisbeispiel

Rollstuhlgebundener Betriebswirt gründet ein EDV-Dienstleistungsunternehmen

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mannes:

Der Mann hat eine Muskelerkrankung und ist auf die Nutzung eines Elektrorollstuhls angewiesen. Er kann lediglich eine Hand bewegen. Mit dieser steuert er beispielsweise seinen Elektrorollstuhl. Außerdem ist sein Greifraum eingeschränkt und er benötigt für Tätigkeiten, wie Schreibarbeiten usw., mehr Zeit. Der Grad der Behinderung (GdB) beträgt 100.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann besuchte ein übliches Gymnasium und verlies dieses mit der allgemeinen Hochschulreife. Anschließend studierte er erfolgreich an einer Fachhochschule Betriebswirtschaftslehre und erhielt abschließend den akademischen Grad Diplom-Betriebswirt (FH) verliehen. Seine behinderungsbedingten Einschränkungen wurden bei den Prüfungen durch einen entsprechenden Zeitzuschlag (als Nachteilsausgleich) berücksichtigt.
In REHADAT finden Sie auch Beratungsstellen für behinderte Studenten.

Weg in die Selbständigkeit:

Nach dem Studium wollte der Betriebswirt sich selbständig machen. Da er gute kaufmännische und Computerkenntnisse besitzt, plante er die Eröffnung eines Computerladens in seinem Wohnort. Die langfristigen Perspektiven für ein solches Geschäft bzw. Vorhaben hatte er sich zu Beginn seiner Planung ausführlich überlegt. Im Rahmen dieser Überlegungen arbeitete er einen Finanzierungsplan, eine Rentabilitätsberechnung, die Kostenvoranschläge für notwendige Investitionen und Sicherungsvorschläge sorgfältig aus.
Nach der Ausarbeitung seines Geschäftskonzeptes wandte er sich, zwecks einer Förderung zur beruflichen Teilhabe, an das Integrationsamt.
Seit vielen Jahren ist der Betriebswirt nun mit seinem Geschäft und seinen beiden Mitarbeitern erfolgreich auf dem Markt tätig.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der selbständige Betriebswirt und Computerfachmann beschäftigt sich täglich mit dem Ein- und Verkauf von Computerkomponenten sowie Zubehör. Er führt Beratungsgespräche mit Kunden und überwacht im Anschluss die Projekte wie beispielsweise die Installation von Firmennetzwerken. Die Kunden reagieren auf seine Behinderung ganz normal und zeigen keine Berührungsängste. Für Telefonate benutzt der Betriebswirt ein Freisprechtelefon. Der Schriftverkehr erfolgt handschriftlich oder mittels Tastatur am PC.
Das Ladenlokal und der Zugang sind barrierefrei. Um dies zu erreichen wurden beispielsweise elektrische Türöffner und -schließer installiert.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Arbeitsorganisation:

Für Arbeiten, die der Mann nicht selbst ausführen kann, steht ihm eine Arbeitsassistenz unterstützend zur Verfügung.

Arbeitsumgebung:

Ein Fahrdienst gewährleistet die erforderliche Mobilität für den Arbeitsweg und Termine beim Kunden.

Förderung:

Die Krankenkasse übernahm die Kosten für den Elektrorollstuhl. Das Integrationsamt förderte die barrierefreie Gestaltung des Ladenlokals und einen zweiten Elektrorollstuhl als Arbeits- bzw. Ersatzrollstuhl. Außerdem bezuschusst das Integrationsamt die Arbeitsassistenz. Die Kosten für den Fahrdienst trägt der Betriebswirt bzw. das Unternehmen mittlerweile selbst.
In In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Integrationsämter.



Link:

REHADAT-talentplus zum Thema Selbständigkeit.



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Referenznummer:

R/PB5446



Informationsstand: 18.07.2008