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Angaben zum Praxisbeispiel

Orthopädiemechaniker-Meister und selbständiger Unternehmer mit einer Gehbehinderung

Arbeitgeber:

Der Mann ist Selbständig und hat ein Sanitätsfachgeschäft.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Mann hat eine Gehbehinderung. Er nutz eine Beinprothese, da sein rechtes Bein amputiert wurde.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann absolvierte eine Ausbildung zum Orthopädiemechaniker und Bandagisten. Um weitere berufliche Erfahrungen zu sammeln, wechselte er im Anschluss an die Ausbildung in ein größeres Sanitätsfachgeschäft. Während dieser Zeit besuchte er auch erfolgreich die Meisterschule und bildete sich weiter zum Orthopädiemechaniker- und Bandagistenmeister.

Weg in die Selbständigkeit:

Der Orthopädiemechanikermeister hatte in früheren Jahren bereits einmal über das Thema Selbständigkeit und Existenzgründung nachgedacht, es aber nicht weiter verfolgt. Als ihm sein Arbeitgeber betriebsbedingt kündigen musste, sah er sich zum Handeln gezwungen und griff den Gedanken sich selbständig zu machen erneut auf. Sein privates Umfeld und die in seinem Heimatort vorhandene Infrastruktur bestärkten ihn, nach der Prüfung seines Geschäftsmodells durch die Handwerkskammer, den Schritt in die Selbständigkeit zu wagen. Nach einiger Zeit konnte er sich mit seinem Geschäft auf dem Markt etablieren, und er plant die Einstellung seines ersten Mitarbeiters.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der selbständige Orthopädiemechanikermeister stellt in seinem Sanitätsfachgeschäft bzw. seiner Werkstatt überwiegend Maßanfertigungen her, die den Patienten von ihrem Arzt verschrieben wurden. Es handelt sich dabei meist um Stützmieder, Einlagen oder Prothesen. Er vertreibt auch Standardprodukte wie Bandagen und andere Sanitätsware. Der selbständige Unternehmer ist auch häufig beruflich, neben dem Verkauf in seinem Sanitätsfachgeschäft, im örtlichen Krankenhaus tätig. Das Krankenhaus gehört seit Beginn seiner Selbständigkeit zu den Stammkunden. Er fährt meist noch, bevor er das Geschäft öffnet oder in seiner Mittagspause, dort mit dem Auto vorbei, um beispielsweise die Maße für eine herzustellende Prothese beim Patienten abzunehmen oder mit dem Arzt sowie Patienten die gewünschte orthopädische Hilfsmittelversorgung zu besprechen. Termingetreues Arbeiten ist in diesem Zusammenhang sehr wichtig.

Förderung:

Der Unternehmer erhielt vom Integrationsamt ein zinsloses Darlehen, welches einen Teil des erforderlichen Startkapitals bildete. Zuvor überprüfte das Integrationsamt genau den Antrag auf ein Darlehen, um ein Scheitern, eine Insolvenz und Verschuldung des Existenzgründers zu vermeiden. In diesem Zusammenhang verlangte das Integrationsamt auch die Prüfung und Bestätigung des Geschäftmodells bzw. Businessplans durch die Handwerkskammer.
Darüber hinaus können schwerbehinderte Menschen vom Integrationsamt weitere finanzielle Leistungen zur beruflichen Teilhabe erhalten.
Sollte ein Existenzgründer Arbeitslosengeld I oder II beziehen, so kann auch eine Beratung und Förderung zur Selbständigkeit durch die Agentur für Arbeit erfolgen.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.- Nummer der Integrationsämter, Handwerkskammern und Agenturen für Arbeit.



Link:

REHADAT-talentplus zum Thema Selbständigkeit.



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  • IMBA - Gehen/Steigen /
  • IMBA - Stehen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem) /
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Referenznummer:

R/PB5442



Informationsstand: 13.06.2008