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LVR-Budget für Arbeit - Aktion Inklusion - Beschäftigung von besonders betroffenen schwerbehinderten oder ihnen gleichgestellten Menschen

Nordrhein-Westfalen


Zielgruppe:


besonders betroffene schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Personen
Dies sind insbesondere:
- schwerbehinderte Personen, die aus einer WfbM oder von einem anderen Leistungsanbieter auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln (möchten),
- schwerbehinderte Schulabgänger/-innen aus Förderschulen oder Schulen des gemeinsamen Lernens,
- arbeitssuchende schwerbehinderte Menschen mit einer seelischen Beeinträchtigung,
- schwerbehinderte Personen, bei denen eine Autismus-Diagnose besteht



Kurzbeschreibung:


Das "LVR-Budget für Arbeit - Aktion Inklusion" ist ein gemeinsames Programm der LVR-Fachbereiche Integrationsamt und Sozialhilfe. Es beinhaltet sowohl die gesetzliche Leistung gemäß § 61 SGB IX Budget für Arbeit der Eingliederungshilfe als auch freiwillige Leistungen der Ausgleichsabgabe. Das "LVR-Budget für Arbeit - Aktion Inklusion" stellt damit unter Anderem die Weiterführung der bisherigen Modellprojekte und Sonderprogramme "Übergang 500 Plus mit dem LVR-Kombilohn" und "aktion5" dar.

Das "LVR-Budget für Arbeit - Aktion Inklusion" besteht aus zwei Teilen:

Teil I: Allgemeine Budgetleistungen
für WfbM-Wechsler oder als Alternative zu einer WfbM-Aufnahme nach Schulentlassung
(als Fortsetzung des Modells "Übergang 500 Plus")

Teil II: Besondere Budgetleistungen
für Menschen mit einer Schwerbehinderung und besonderem Unterstützungsbedarf
(als Fortsetzung des Programms "aktion5")

Arbeitgeber, die mit der Zielgruppe ein neues Beschäftigungsverhältnis eingehen, können unter anderem eine Einstellungsprämie erhalten.



Antragsteller:


Die Beantragung erfolgt durch den Arbeitgeber.



Laufzeit des Förderprogramms:


seit dem 01.01.2018



Förderumfang:


Arbeitgeber können nach Teil I (Allgemeine Budgetleistungen) Lohnkostenzuschüsse gemäß § 61 SGB IX erhalten. Es gilt zu beachten, dass Arbeitsverhältnisse im Rahmen des Budgets für Arbeit gemäß § 61 SGB IX von der Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung befreit sind.
Die Höhe und Dauer des AG-Zuschusses werden regelhaft vom Träger der Eingliederungshilfe im Gesamtplanverfahren festgestellt und beschieden. Die Bedarfsermittlung erfolgt ergänzend mit einer fachdienstlichen Stellungnahme (FDS) des Integrationsfachdienstes (IFD).

Leistungen für Arbeitgeber nach Teil II (Besondere Budgetleistungen):

- Einstellungsprämie
Arbeitgeber, die eine schwerbehinderte Person der benannten Zielgruppen auf einen Arbeitsplatz mit voller Sozialversicherungspflicht einstellen, können eine Einstellungsprämie erhalten. Diese betragen:
- bei unbefristeter Einstellung 5.000 Euro
- bei befristeter Einstellung 2.000 Euro
- bei Umwandlung eines befristeten in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis 3.000 Euro

Für Arbeitgeber, die zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht beschäftigungspflichtig sind (weniger als 20 Beschäftigte), erhöhen sich die o. g. Prämien um jeweils 1.000 Euro.

Arbeitgeber, die einen Auszubildenden, der gemäß § 151 Abs. 4 SGB IX für die Zeit der betrieblichen Ausbildung gleichgestellt war, in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung übernehmen, können eine einmalige Prämie in Höhe von 2.000 Euro erhalten.

- Berufsbegleitung gemäß § 55 SGB IX
Arbeitgeber, die einen schwerbehinderten Menschen im Anschluss an die Phase der individuellen betrieblichen Qualifizierung der unterstützen Beschäftigung sozialversicherungspflichtig beschäftigen und die beschäftigten Menschen mit einer Schwerbehinderung haben einen Anspruch auf Berufsbegleitung gemäß § 55 SGB IX. Mit der Berufsbegleitung wird der IFD beauftragt.



Hinweise:


Für Personen, die Leistungen nach dem Teil I (allgemeine Budgetleistungen) erhalten, kann keine Einstellungsprämie bewilligt werden.

Beratung zu den Unterstützungsmöglichkeiten des "LVR-Budget für Arbeit - Aktion Inklusion" bieten die örtlichen Integrationsfachdienste an. Die regionalen Ansprechpartner finden Sie auf den Internet-Seiten des Landschaftsverbandes Rheinland.

Arbeitgeber müssen Anträge vor Begründung des Beschäftigungsverhältnisses beim LVR-Integrationsamt stellen.

Weitere Informationen zum Programm sowie Antragsunterlagen finden Sie auf den Internet-Seiten des Landschaftsverbandes Rheinland.



Ansprechpartner:



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