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Budget für Arbeit

Niedersachsen


Zielgruppe:


- Menschen mit Behinderungen, die Anspruch auf Leistungen im Arbeitsbereich einer WfbM haben und denen von einem Arbeitgeber ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis angeboten wird

- Menschen mit Behinderungen, die bereits bei einer WfbM oder bei einem anderen Leistungsanbieter nach § 60 SGB IX (in der ab 1.1.2018 geltenden Fassung) beschäftigt sind, insbesondere auch Menschen mit einer seelischen Behinderung, die grundsätzlich Anspruch auf Leistungen im Arbeitsbereich einer WfbM haben, aber nicht in der WfbM arbeiten wollen



Kurzbeschreibung:


Das Land Niedersachsen hat sein bisheriges Konzept des Budgets für Arbeit bereits an die Vorgaben im Bundesteilhabegesetz (BTHG) angepasst. Seit dem 1. Juli 2017 gelten die Neuregelungen bereits. Die im BTHG vorgesehenen Regelungen treten erst ab dem 1. Januar 2018 in Kraft. Niedersachsen ist damit Vorreiter für das bundesweite Budget für Arbeit.

In Niedersachsen können Menschen mit Behinderung, die ein Recht auf einen Werkstattplatz haben, das Budget für Arbeit seit 2008 in Anspruch nehmen. Mit dem Budget sollen für WfbM-Beschäftigte bessere Voraussetzungen für den dauerhaften Übergang aus anerkannten WfbM auf sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geschaffen werden.
Gleichzeitig steht den Budget-Teilnehmern eine Assistenz zur Seite, die sie persönlich und beruflich begleitet. Die Assistenz steht auch dem Arbeitgeber als Ansprechpartner zur Seite.



Antragsteller:


Die Beantragung erfolgt durch den Arbeitgeber.



Laufzeit des Förderprogramms:


seit 01.07.2017



Förderumfang:


Das an die Regelungen im BTHG angepasste Budget für Arbeit beinhaltet einen Minderleistungsausgleich für den Arbeitgeber. Dieser kann einen Lohnkostenzuschuss von bis zu 75 Prozent des zu zahlenden Arbeitsentgeltes erhalten. Außerdem werden die Kosten für Assistenzleistungen am Arbeitsplatz für den Budgetnehmer übernommen.

In der niedersächsischen Variante des Budgets für Arbeit wird ein Arbeitgeber zusätzlich belohnt, wenn er trotz Erfüllung der Schwerbehindertenquote ein Budget für Arbeit realisiert und wenn die leistungsberechtigte Person eine anerkannte Schwerbehinderung hat. In diesen Fällen erhält der Arbeitgeber in den ersten zwei Jahren einen weiteren monatlichen Zuschuss von 250 Euro pro Budgetnehmer.



Hinweise:


Voraussetzung:
Es muss sich um eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit einer tariflichen oder ortsüblichen Entlohnung handeln. Sozialversicherungspflicht besteht in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung.

Ein Lohnkostenzuschuss ist ausgeschlossen, wenn zu vermuten ist, dass der Arbeitgeber die Beendigung eines anderen Beschäftigungsverhältnisses veranlasst hat, um durch die ersatzweise Einstellung eines Menschen mit Behinderungen den Lohnkostenzuschuss zu erhalten.

Bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Rahmen des Budgets für Arbeit besteht für den Budget-Teilnehmer ein Rückkehrrecht in eine WfbM.


Hinweise zum Antragsverfahren:

Arbeitgeber, die zwei Jahre lang den monatlichen Zuschuss von 250 Euro erhalten wollen, müssen dem Integrationsamt nachweisen, dass sie die Beschäftigungspflicht erfüllen oder keine Beschäftigungspflicht besteht und bei der eingestellten Person ein Schwerbehinderteneigenschaft anerkannt ist.

Das Budget beantragen können Menschen mit Behinderung, die Anspruch auf Leistungen im Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) oder bei einem anderen Leistungsanbieter haben.



Ansprechpartner:



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