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Praxisbeispiel Stufenweise Wiedereingliederung eines Zerspanungsmechanikers

Wo lag die Herausforderung?

Während viele seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten wieder hergestellt werden konnten, hatte der Mann jedoch weiter Probleme sich bestimmte Sachverhalte zu merken, da das Kurzeitgedächtnis noch beeinträchtigt war. Er benötigte Unterstützung, um an seinen Arbeitsplatz zurückkehren zu können.

Was wurde gemacht?

Im Rahmen einer stufenweisen Wiedereingliederung wurde mit dem Zerspanungsmechaniker ein Eingliederungsplan von der Reha-Klinik und dem Arbeitgeber erarbeitet. Zu Beginn führte er nur an zwei bis drei Tagen die Woche einfache Tätigkeiten an der CNC-Maschine als Maschinenbediener aus. Als Gedächtnisstütze für den Ablauf bei den Arbeitsgängen benutzte er ein Laptop mit Checklisten. Nach einem Jahr konnte er wieder in Vollzeit arbeiten.

Schlagworte und weitere Informationen

Die stufenweise Wiedereingliederung wurde von der Rentenversicherung gefördert. Die Rentenversicherung stellte auch das Laptop als Gedächtnisstütze zur Verfügung und zahlte dem Zerspanungsmechaniker ein Übergangsgeld.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Telefon-Nummern der Deutschen Rentenversicherung.

Arbeitgeber:

Das Unternehmen stellt als Zulieferer Ventile und Hydrospeicher für die Fahrzeugindustrie (Pkw und Nutzfahrzeuge) her.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hatte nach einem privaten Autounfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und lag vier Wochen im Koma. Bedingt durch das Schädel-Hirn-Trauma musste er über ein Jahr in einer Reha-Klinik beispielsweise das Gehen, Sitzen, Essen und Sprechen wieder neu erlernen. Während viele seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten wieder hergestellt werden konnten, hatte er jedoch weiter Probleme sich bestimmte Sachverhalte zu merken, da das Kurzeitgedächtnis noch beeinträchtigt war. Die Reha-Klinik bereitete den Mann auch in einem speziellen Metallbereich (Ausbildungswerkstatt) auf die Rückkehr an den Arbeitsplatz vor.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann absolvierte eine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker beim Arbeitgeber und arbeitet in seinem Ausbildungsberuf beim Unternehmen.

Arbeitsplatz und Arbeitsorganisation:

Im Rahmen einer stufenweisen Wiedereingliederung wurde für den bzw. mit dem Zerspanungsmechaniker ein Eingliederungsplan von der Reha-Klinik und dem Arbeitgeber erarbeitet. Zu Beginn führte er nur an zwei bis drei Tagen die Woche einfache Tätigkeiten an der CNC-Maschine als Maschinenbediener aus. Als Gedächtnisstütze für den Ablauf bei den Arbeitsgängen benutzte er ein Laptop mit Checklisten. Nach einem Jahr der Wiedereingliederung und der damit verbundenen schrittweisen Erhöhung der Wochenstunden und Belastungen, konnte der Zerspanungsmechaniker wieder in Vollzeit an seinen ursprünglichen Arbeitsplatz eingesetzt werden und die dort vorhandenen CNC-Maschinen ohne Einschränkungen programmieren und bedienen.

ICF-Items

Assessments - Verfahren und Merkmale zur Analyse und Bewertung

  • ERGOS - Sprechen
  • IMBA - Arbeitsplanung
  • IMBA - Arbeitszeit
  • IMBA - Auffassung
  • IMBA - Lautabgabe/Sprechen
  • IMBA - Lernen/Merken
  • IMBA - Problemlösen
  • IMBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)
  • MELBA - Arbeitsplanung
  • MELBA - Auffassung
  • MELBA - Lernen/Merken
  • MELBA - Problemlösen
  • MELBA - Sprechen
  • MELBA - Vorstellung (Vorstellungsvermögen)

Referenznummer:

Pb/110694


Informationsstand: 09.07.2010