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Die BEM-Vereinbarung
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Die BEM-Vereinbarung

BEM ist die Abkürzung für Betriebliches Eingliederungs-Management.

 

Die Arbeitnehmer-Vertretung und das Unternehmen

können eine Vereinbarung machen.

Die Vereinbarung heißt: BEM-Vereinbarung

Die Vereinbarung hilft beim BEM.

Die Arbeitnehmer-Vertretung und das Unternehmen

müssen die BEM-Vereinbarung nicht machen.

Die BEM-Vereinbarung ist freiwillig.

Aber die BEM-Vereinbarung erleichtert das BEM-Verfahren.

In der Vereinbarung steht zum Beispiel:

  • Wie soll das BEM-Verfahren ablaufen?
  • Welche Maßnahmen sollen durchgeführt werden?
  • Wer gehört zum BEM-Team?
  • Wie schützen wir die Daten von den Mitarbeitern?

Förmliche Betriebs-, Dienst- oder Inklusionsvereinbarungen zwischen der Arbeitnehmendenvertretung und dem Unternehmen können dazu genutzt werden, die Rahmenbedingungen und den Ablauf des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) in einer Vereinbarung zum BEM zu beschreiben.

Betriebsrat kann Vereinbarung zum BEM anstoßen

Gut zu wissen

Der Betriebsrat hat nach Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) ein Initiativrecht zur Einführung einer Betriebsvereinbarung, die das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) regelt (siehe > Rechtsgrundlagen und Hintergrundinfos > Urteil des BAG vom 22.03.2016).

BEM in Inklusions- oder in Betriebsvereinbarung regeln?

Das Gesetz empfiehlt, Regelungen zur Durchführung des Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM) im Rahmen einer Inklusionsvereinbarung zu treffen. Der Haken: die Inklusionsvereinbarung regelt in erster Linie die Belange der schwerbehinderten und gleichgestellten Beschäftigten – das BEM betrifft jedoch alle Beschäftigten.

Darum ist es in der Praxis sinnvoll, unter Beteiligung von Betriebsrat bzw. Personalrat sowie der Schwerbehindertenvertretung, eine Betriebsvereinbarung bzw. Dienstvereinbarung zum BEM abzuschließen und in der Inklusionsvereinbarung unter dem Stichwort „Betriebliches Eingliederungsmanagement“ auf diese zu verweisen.

Die in der Betriebs- oder Dienstvereinbarung festgelegten Regelungen gelten für alle und sind rechtsverbindlich.

  • Zielsetzung, Grundsätze und Geltungsbereich des BEM
  • Aufklärung und Information der Belegschaft über BEM (Art und Weise)
  • Inklusionsteam/BEM-Team (Bildung, Zusammensetzung, Aufgaben)
  • Ablauf Erstgespräch (Art und Weise, Verantwortlichkeiten)
  • Ablauf weiterer BEM-Gespräche (Art und Weise, Verantwortlichkeiten)
  • Sicherstellung der Freiwilligkeit
  • Datenschutz und Schweigepflicht
  • Ablauf der Situationsanalyse
  • Handlungsfelder/Maßnahmenspektrum
  • Finanzierung/Kostenübernahme
  • Qualitätssicherung und Evaluation
  • Konfliktregelung
  • BEM-Dokumentation, Berichterstattung (Art und Weise, Verantwortlichkeiten)

Damit alle Beteiligten vertrauensvoll zusammenarbeiten können und das BEM erfolgreich gelingt, ist es ratsam, auch den (sensiblen) Umgang mit personenbezogenen Daten so genau wie möglich in einer Vereinbarung zu regeln.

Praxis-Tipp: App REHADAT-Inklusionsvereinbarung

Möchten Sie eine neue Inklusionsvereinbarung erstellen oder eine bereits abgeschlossene Inklusionsvereinbarung überarbeiten, kann Ihnen die App REHADAT-Inklusionsvereinbarung behilflich sein.

Wählen Sie dazu in der App die für Sie relevanten Bausteine aus, fügen Sie eigene hinzu und sortieren Sie die Bausteine anschließend nach Ihren Vorstellungen.

Alle ausgewählten Bausteine werden Teil des Gerüsts beziehungsweise Dokuments, das Sie nach dem Herunterladen abspeichern und weiter ausarbeiten können.