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Budget für Arbeit
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Budget für Arbeit

Mit dem Budget für Arbeit können

Beschäftigte aus einer Werkstatt für behinderte Menschen

einen Job auf dem allgemeinen Arbeits-Markt bekommen.

Budget spricht man: Büdschee.

Ein Budget ist eine bestimmte Menge Geld.

Für eine bestimmte Sache.

Die Abkürzung für Werkstatt für behinderte Menschen ist: WfbM

 

Wann können Sie das Budget für Arbeit bekommen?

  • Wenn Sie noch in einer WfbM arbeiten
  • Wenn Sie früher in einer WfbM gearbeitet haben
  • Oder wenn Sie dieses Recht haben: Sie dürften in einer Werkstatt arbeiten.

Aber Sie wollen auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten.

 

So finden Sie eine Arbeits-Stelle

Sie suchen eine Arbeits-Stelle auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.

Dabei kann Ihnen zum Beispiel helfen:

  • die WfbM
  • die Agentur für Arbeit - Früher sagte man Arbeits-Amt
  • Beratungs-Stellen für behinderte Menschen: Zum Beispiel eine Ergänzende Unabhängige Teilhabe-Beratungs-Stelle

Sie können auch selbst nach einer Arbeits-Stelle suchen.

Ihre Familie, Freundinnen und Freunde können auch helfen.

 

Das ist gut am Budget für Arbeit:

Sie können auf dem allgemeinen Arbeits-Markt arbeiten.

Das Amt gibt Ihrem Arbeit-Geber Geld.

Das Geld ist für einen Teil von Ihrem Lohn.

Sie können Geld für Ihre Unterstützung am Arbeits-Platz beantragen.

Wenn Sie am Arbeits-Platz eine besondere Anleitung brauchen,

kann Ihnen eine unterstützende Person helfen.

Auch dieses Geld kommt vom Amt.

Sie bekommen einen richtigen Arbeits-Vertrag.

So wie Ihre Kolleginnen und Kollegen ohne Behinderungen.

Sie verdienen Mindest-Lohn oder mehr Geld.

Meistens verdienen Sie mehr Geld als in der WfbM.

 

Wenn es auf dem allgemeinen Arbeits-Markt nicht klappt:

Dann können Sie auch wieder in die WfbM zurück.

Sie haben weiter ein Recht auf einen WfbM-Platz.

 

Hier werden schwere Wörter erklärt:

Allgemeiner Arbeits-Markt

Der allgemeine Arbeits-Markt ist da,

wo auch Menschen ohne Behinderungen arbeiten.

Man arbeitet auf dem allgemeinen Arbeits-Markt

wenn man

  • In einem großen oder kleinen Betrieb arbeitet
  • Bei einer Stadt oder Gemeinde arbeitet
  • Oder bei einem anderen Arbeit-Geber arbeitet
  • Und man dafür einen Lohn bekommt

 

Ergänzende unabhängige Teilhabe-beratung

Seit 2018 gibt es ein besonderes Beratungs-Angebot

für Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen:

die Ergänzende unabhängige Teilhabe-Beratung - kurz EUTB.

Hier können Menschen mit Behinderungen ihre Fragen stellen

Und sich beraten lassen.

Die Berater haben oft selbst eine Behinderung.

Sie kennen viele Fragen und Probleme aus eigener Erfahrung.

Sie sagen Ihnen zum Beispiel,

welche Teilhabe-Leistungen Ihnen zustehen.

Und sie können Ihnen helfen, diese Leistungen zu beantragen.

In Deutschland gibt es über 700 EUTB-Beratungs-Stellen.

Die Beratung ist kostenlos.

Das Ziel des Konzeptes „Budget für Arbeit“ ist es, WfbM-Beschäftigten den Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. 

Das Budget für Arbeit soll insbesondere Menschen mit Behinderungen, die im Arbeitsbereich einer WfbM tätig sind, beziehungsweise einen Anspruch auf Leistungen im Arbeitsbereich einer WfbM haben, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglichen.

Ablauf

Liegt den Budgetnehmenden ein konkretes Beschäftigungsangebot auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vor, können sie einen Antrag beim zuständigen Leistungsträger stellen. Im Unterschied zu Außenarbeitsplätzen erhalten Menschen mit Behinderungen, die im Rahmen eines Budgets für Arbeit tätig sind, einen klassischen Arbeitsvertrag, der entsprechende Arbeitnehmerinnen- und Arbeitmehmerrechte umfasst.

Dazu gehört zum Beispiel die Entlohnung, die das Mindestlohnniveau nicht unterschreiten darf. Im Unterschied zu einem Außenarbeitsplatz kommt es daher zu einem Rechts- und Arbeitsverhältnis zwischen dem Menschen mit Behinderungen und der oder dem Arbeitgebenden und somit zu einer vollständigen betrieblichen Inklusion in das Unternehmen.

Ablaufgrafik für Budget für Arbeit

Rückkehrrecht

Trotz des Arbeitgebervertrags und des Arbeitnehmerstatus bleiben die Budgetnehmerinnen und -nehmer dauerhaft voll erwerbsgemindert und daher Rehabilitandinnen und Rehabilitanden im Sinne der Eingliederungshilfe. Dies bedeutet, dass sie ein uneingeschränktes Rückkehrrecht in die WfbM besitzen.

Der Lohnkostenzuschuss beträgt bis zu 75 Prozent des vom Betrieb regelmäßig gezahlten Arbeitsentgeltes. Eine Höchstgrenze ist dadurch festgelegt, dass der Zuschuss zum Arbeitsentgelt bis zu einer Höhe von 40 Prozent der monatlichen Bezugsgröße nach dem § 18 Absatz 1 SGB IV (monatliche Bezugsgröße 2021: West-Deutschland 3.290 Euro / Ost-Deutschland 3.115 Euro) betragen darf. Die Länder können jedoch nach Landesrecht auch einen höheren Betrag festlegen.

Ansprechstelle für Betriebe und Budgetnehmer und -nehmerinnen ist die Behörde, die für die Leistungen im Arbeitsbereich der WfbM zuständig ist. In der Regel ist das der Träger der Eingliederungshilfe. Von diesem erhält der Betrieb auch den Lohnkostenzuschuss und die für die Beschäftigten mit Behinderungen erforderlichen Assistenzleistungen.

Die Regelungen zum „Budget für Arbeit“ unterscheiden sich in einigen Bundesländern. Unterschiede gibt es zum Beispiel in der praktischen Ausgestaltung, sowohl hinsichtlich der Art der Unterstützungsleistungen als auch bezüglich der Berechnung und Höhe der Lohnkostenzuschüsse.

Integrationsfachdienste (IFD) und Ergänzende unabhängige Teilhabeberatungsstellen (EUTB) können bei der Arbeitsplatzsuche und dem Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt beraten.

REHADAT-Adressen bietet alle Kontaktinformationen, sortiert nach Bundesländern und filterbar nach Orten.

Das Budget für Arbeit ist Geld
für den Arbeits-Platz auf dem allgemeinen Arbeits-Markt.

Zum Beispiel in einer Firma.
Das Geld bekommt die Firma:
Wenn dort Menschen mit Behinderungen arbeiten.

Sie finden hier Texte in Leichter Sprache mit Infos über das Budget für Arbeit.

Externe Links und Downloads

Infos zum Budget für Arbeit in Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen