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Förderprogramm
Bundesland: Schleswig-Holstein Beschäftigungsart: Neueinstellung
Modellprojekt „Übergänge schaffen – Arbeit inklusiv" Modul: Übergang in Arbeit

Zielgruppe:

- Menschen mit wesentlichen Behinderungen, die Anspruch auf Leistungen im Berufsbildungs- oder Arbeitsbereich einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) haben

Kurzbeschreibung:

In Schleswig-Holstein wird das Budget für Arbeit seit dem 1. Januar 2018 im Rahmen des neuen Modellprojekts „Übergänge schaffen – Arbeit inklusiv" gefördert. Das bisherige Modellprojekt zum Budget für Arbeit ist zugleich zum 31. Dezember 2017 ausgelaufen.

Das Modellprojekt „Übergänge schaffen – Arbeit inklusiv" hatte zunächst eine Laufzeit bis zum 31.12.2022. Zum 1.1.2023 wurde das Modellprojekt bis zum 31.12.2025 verlängert.

Mit dem Modellprojekt „Übergänge schaffen – Arbeit inklusiv“ möchte das Land Schleswig-Holstein Menschen mit wesentlicher Behinderung über §§ 60, 61 und 61a SGB IX hinausgehende Beschäftigungsalternativen zur Werkstatt für Menschen mit Behinderung ermöglichen. Durch die enge Zusammenarbeit der Träger der Eingliederungshilfe Schleswig-Holstein und dem Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung – Integrationsamt – kann eine dauerhafte Integration auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gelingen.
Arbeitgebende, die einen wesentlich behinderten Menschen einstellen, können neben einem pauschalierten Lohnkostenzuschuss eine Prämie erhalten, die aus Mitteln der Ausgleichsabgabe des Landes Schleswig-Holstein finanziert wird.

Antragsteller⁠/​Antragstellerin:

Die Beantragung erfolgt durch die Arbeitgeberin beziehungsweise den Arbeitgeber.

Laufzeit des Förderprogramms:

Von: seit 01.01.2018 Bis: 31.12.2025

Förderumfang:

Lohnkostenzuschuss:
Arbeitgebende können für sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (mit mindestens 15 Wochenstunden) für die Dauer von maximal 36 Monaten einen Lohnkostenzuschuss (bis zu 70 % der Arbeitgeberkosten) erhalten, wenn der/die Arbeitnehmer*in Anspruch auf Leistungen im Arbeitsbereich einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung hat.
Es handelt sich um eine kombinierte Leistung aus der Eingliederungshilfe und der Ausgleichsabgabe.

Wie hoch sind die Prämien?
Die arbeitgebende Person kann folgende arbeitsplatzbezogene Prämien erhalten:

a. Bei unbefristeten Arbeitsverhältnissen:
1) Zahlung einer Prämie in Höhe von 2.000 Euro 6 Monate nach Abschluss des Arbeitsvertrages,
2) Zahlung einer Prämie in Höhe von 2.000 Euro am Ende des 1. Beschäftigungsjahres,
3) Zahlung einer Prämie in Höhe von 2.000 Euro am Ende des 2. Beschäftigungsjahres,
4) Zahlung einer Prämie in Höhe von 2.000 Euro am Ende des 3. Beschäftigungsjahres.

Arbeitgebende, die die Beschäftigungspflicht nach §§ 154 ff. SGB IX nicht erfüllen, erhalten bei den Ziffern 1 – 4 eine Prämie in Höhe von jeweils 1.000 Euro.

b. Bei befristeten Arbeitsverhältnissen:
1) Zahlung einer Prämie in Höhe von 1.000 Euro 6 Monate nach Abschluss des Arbeitsvertrages
2) Zahlung einer Prämie in Höhe von 1.000 Euro am Ende des 1. Beschäftigungsjahres,
3) Zahlung einer Prämie in Höhe von 1.000 Euro am Ende des 2. Beschäftigungsjahres,
4) Zahlung einer Prämie in Höhe von 1.000 Euro am Ende des 3. Beschäftigungsjahres,
5) Zahlung einer Prämie in Höhe von 3.000 Euro bei Übernahme in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.

Arbeitgebende, die die Beschäftigungspflicht nach §§ 154 ff. SGB IX nicht erfüllen, erhalten bei den Ziffern 1 – 4 eine Prämie in Höhe von jeweils 500 Euro, bei Ziffer 5 beträgt die Höhe der Prämie 1.500 Euro.

Mögliche weitere Leistungen:
Anerkannt schwerbehinderte Menschen können weitere Leistungen des Integrationsamtes erhalten und durch den regional zuständigen Integrationsfachdienst unterstützt werden (www.ifd-sh.de).

Hinweise:

Unter welchen Voraussetzungen bekomme ich als arbeitgebende Person diese Prämie?
Arbeitgebende können eine Prämie für einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz erhalten, wenn der/die Arbeitnehmer*in Anspruch auf Leistungen im Berufsbildungs- oder Arbeitsbereich einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung hat und mindestens 15 Wochenstunden auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig ist.
Es können grundsätzlich nur Arbeitsverhältnisse gefördert werden, die nach dem 01.01.2023 beginnen. Die Prämie muss bis spätestens 3 Monate nach Antritt des Arbeitsverhältnisses beantragt werden.

An wen kann ich mich wenden, um die Prämie zu beantragen?
Die Mitarbeitenden der Eingliederungshilfe bei den Kreisen und kreisfreien Städten sowie die regional zuständigen Integrationsfachdienste können über das Beantragungsverfahren Auskunft geben und Ihren Antrag entsprechend weiterleiten.
Der Antrag auf Bewilligung einer Prämie ist beim Integrationsamt Schleswig-Holstein zu stellen.

Der Antrag für den Lohnkostenzuschuss des Arbeitgebers wird bei den Trägern der Eingliederungshilfe in den Kreisen und kreisfreien Städten (Sozialämter) gestellt.

Kontakt:

Integrationsamt in Schleswig-Holstein
Integrationsfachdienste in Schleswig-Holstein

Externe Links:

Infos zum Programm „Übergänge schaffen – Arbeit inklusiv" beim Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein
Infos zum Modul „Übergang in Arbeit" beim Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein (pdf)
Handlungsleitlinien für das Modellprojekt "Übergänge schaffen - Arbeit inklusiv" 2023-2025 beim Sozialministerium des Landes Schleswig-Holstein (pdf)

Referenznummer:

FOE/100380


Informationsstand: 17.04.2024