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Förderprogramm
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern Beschäftigungsart: Neueinstellung
Landesprogramm zur Förderung der Schaffung und Erhaltung von sozialversicherungspflichtigen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt (Landesprogramm „Inklusive Ausbildung und Arbeit“) - Förderung von Arbeitsplätzen

Zielgruppe:

Folgende Personenkreise werden berücksichtigt:
- Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die vom Integrationsfachdienst im Rahmen des Übergangs von der Schule in eine betriebliche Ausbildung oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet werden,
- Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die bereits durch den Integrationsfachdienst begleitet wurden,
- schwerbehinderte Menschen, die im Anschluss an eine Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM)
oder einer innerbetrieblichen Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung nach § 55 SGB IX in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln,
- schwerbehinderte Menschen, die gemäß § 155 Absatz 1 Nummer 1 SGB IX im Arbeitsleben besonders betroffen sind
- schwerbehinderte Menschen, die das 50. Lebensjahr vollendet haben (§ 155 Absatz 1 Nummer 2 SGB IX),
- schwerbehinderte Menschen, die von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen sind
- schwerbehinderte Menschen mit Bezug von Leistungen nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II),
- schwerbehinderte Menschen, die in einem Inklusionsbetrieb (§ 215 SGB IX) eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung finden sowie
- schwerbehinderte Menschen, die einer Unterstützung durch einen Integrationsfachdienst im Sinne des § 192 Absatz 2 und 3 SGB IX bedürfen

Kurzbeschreibung:

Mit dem Landesprogramm Inklusive Ausbildung und Arbeit sollen Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei der Schaffung von betrieblichen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für schwerbehinderte Menschen unterstützt werden. Das Landesprogramm bietet Unternehmen zusätzliche finanzielle Anreize, schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Neben Prämien für Praktika können Leistungen für Probebeschäftigungen, Ausbildungen und Einstellungen schwerbehinderter Menschen gewährt werden. Auch können der Abschluss von Inklusionsvereinbarungen oder die Durchführung eines Modellprojekts gefördert werden.

Antragsteller⁠/​Antragstellerin:

Die Beantragung erfolgt durch die Arbeitgeberin beziehungsweise den Arbeitgeber.

Laufzeit des Förderprogramms:

Von: 01.01.2024 Bis: 31.12.2027

Förderumfang:

Prämien für Einstellungen
Für die Besetzung eines neuen Arbeitsplatzes mit Personen aus der Zielgruppe kann der Arbeitgeberin beziehungsweise dem Arbeitgeber eine Prämie in Höhe von bis zu 20.000 Euro gewährt werden.
Die Prämie setzt sich wie folgt zusammen:
1. Für jeden neu besetzten Arbeitsplatz können als Grundprämie bis zu 10.000 Euro gewährt werden.
2. Erfolgt nach einem geförderten Ausbildungsverhältnis eine Übernahme in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis bei derselben Arbeitgeberin bzw. demselben Arbeitgeber, erhöht sich die Grundprämie in den Fällen einer Übernahme von besonders betroffenen schwerbehinderten Menschen um eine Zusatzprämie in Höhe von bis zu 3.000 Euro.
3. Eine Zusatzprämie in Höhe von bis zu 3.000 Euro wird gewährt, wenn beschäftigungspflichtige Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ihre Beschäftigungspflicht im Sinne des § 154 Absatz 1 SGB IX erfüllt haben. Für die Feststellung der Höhe der Prämie ist die Beschäftigungsquote zum Zeitpunkt des Beschäftigungsbeginns maßgeblich.
4. Eine Zusatzprämie in Höhe von bis zu 3.000 Euro wird gewährt, wenn eine Beschäftigungspflicht der Arbeitgeberin beziehungsweise des Arbeitgebers nicht besteht. Für die Feststellung der Höhe der Prämie ist die Beschäftigungsquote zum Zeitpunkt des Beschäftigungsbeginns maßgeblich.
5. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die folgende Personenkreise in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis einstellen, erhalten eine weitere Zusatzprämie in Höhe von bis zu 4.000 Euro:
- Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die vom Integrationsfachdienst im Rahmen des Übergangs von der Schule in eine betriebliche Ausbildung oder eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt begleitet werden,
- Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die bereits durch den Integrationsfachdienst begleitet wurden, im Anschluss an die Beendigung der Schulzeit zur Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung beziehungsweise Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt,
- schwerbehinderte Menschen, die im Anschluss an eine Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) oder einer innerbetrieblichen Qualifizierungsmaßnahme im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung nach § 55 SGB IX in eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt wechseln

Die Einstellungsprämien erfordern jeweils ein auf mindestens 12 Monate befristetes sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

Durch das Landesprogramm sind außerdem förderbar:
- Prämien für die Bereitstellung von betrieblichen Praktikumsstellen
Freiwillige Praktika für Personen im Rahmen der Arbeitssuche und zur Vorbereitung auf eine Tätigkeit oder Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt werden auf Antrag der Arbeitgeberin beziehungsweise des Arbeitgebers (Praktikumsbetrieb) durch die Gewährung einer einmaligen Prämie in Höhe von 1.500 Euro gefördert.
Die Förderung erfolgt für Praktika mit mindestens 15 Stunden pro Woche beziehungsweise mindestens 12 Stunden pro Woche in Inklusionsbetrieben und einem Zeitraum von mindestens vier bis in der Regel sechs Wochen.

- Prämien für vereinbarte Probearbeitsverhältnisse
Für einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten kann eine monatliche Prämie von 2.000 Euro gezahlt werden.

- Förderung von Inklusionsvereinbarungen
Für den erstmaligen Abschluss einer Inklusionsvereinbarung können auf Antrag der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber eine einmalige Prämie in Höhe von 3.000 Euro gewährt werden.

- Projektförderung
Für einzelne Projekte zur Weiterentwicklung bestehender und der Schaffung bedarfsgerechter Angebote im Sinne des Programmzieles können während des Modellzeitraums Leistungen gewährt werden. Die Höhe der Leistung beträgt für jeden Projektträger maximal 200.000 Euro.

Hinweise:

Achtung:
Prämien nach diesem Landesprogramm werden nur erbracht, wenn sie
1. vor Beginn der Praktika beantragt worden sind. In begründeten Ausnahmefällen kann eine verspätete Antragstellung bis zum Ablauf von zwei Wochen nach Beginn des Praktikums erfolgen,
2. vor Abschluss des Ausbildungs- oder Arbeitsvertrages beantragt worden sind. In begründeten Ausnahmefällen kann eine verspätete Antragstellung bis zum Ablauf von zwei Monaten nach Aufnahme eines Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses erfolgen.

Anträge auf Leistungen nach diesem Landesprogramm können in Papierform oder elektronisch beim Inklusionsamt, Friedrich-Engels-Platz 5-8 in 18055 Rostock bzw. ina.poststelle@lagus.mv-regierung.de gestellt werden.
Antragsformulare werden vom Inklusionsamt zur Verfügung gestellt.

Weitere Voraussetzungen:
- Ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis von mindestens 18 Stunden wöchentlich
- Zahlung eines tarifvertraglichen oder, soweit eine tarifvertragliche Regelung nicht besteht, eines für vergleichbare Tätigkeiten ortsüblichen Arbeitsentgeltes, mindestens jedoch in Höhe der Mindestausbildungsvergütung
- Der Sitz des Beschäftigungsbetriebes und der Arbeitsplatz müssen sich in Mecklenburg-Vorpommern befinden.

Insgesamt stehen Mittel aus dem Sondervermögen des Landes „Ausgleichsabgabe nach dem Neunten Buch Sozialgesetzbuch“ in Höhe von bis zu 11 Millionen Euro zur Verfügung.
Die Laufzeit dieses Landesprogramms beginnt am 1. Januar 2024. Anträge auf Leistungen nach diesem Landesprogramm können bis zum 31. Dezember 2027 unter dem Vorbehalt gestellt werden, dass das Finanzvolumen nicht ausgeschöpft ist.

Auf die Förderung nach diesem Landesprogramm besteht kein Rechtsanspruch.

Kontakt:

Inklusionsämter in Mecklenburg-Vorpommern

Externe Links:

Pressemitteilung des Ministeriums Soziales, Gesundheit und Sport in Mecklenburg-Vorpommern vom 19.12.2023 (pdf)
Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern: Infos zum Förderprogramm Inklusive Ausbildung und Arbeit
Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern: Regelungen des Förderprogramms Inklusive Ausbildung und Arbeit (pdf)
Landesamt für Gesundheit und Soziales Mecklenburg-Vorpommern: Antragsformulare zum Förderprogramm Inklusive Ausbildung und Arbeit

Referenznummer:

FOE/100585


Informationsstand: 09.01.2024