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Förderprogramm
Bundesland: Nordrhein-Westfalen Beschäftigungsart: Bestehendes Arbeitsverhältnis
LWL: Förderung von Inklusionsbetrieben - Aufbruch inklusiver Arbeitsmarkt Investitionskostenförderung für Strukturentwicklungsmaßnahmen zur Sicherung von bestehenden Arbeitsplätzen

Zielgruppe:

- Menschen mit Schwerbehinderung
- schwerbehinderte Schulabgänger und - gängerinnen
- WfbM-Beschäftigte, die für für den Übergang in einen Betrieb auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in Betracht kommen.
- langzeitarbeitslose schwerbehinderte Menschen,
- psychisch erkrankte Menschen, die behindert oder von Behinderung bedroht sind und deren Teilhabe an einer sonstigen Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt auf Grund von Art und Schwere der Behinderung oder wegen sonstiger Umstände auf besondere Schwierigkeiten stößt

Kurzbeschreibung:

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) verfolgt mit dem Projekt „Aufbruch inklusiver Arbeitsmarkt“ das Ziel, bestehende Arbeitsplätze in Inklusionsbetrieben zu sichern. Für bestehende Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen können Inklusionsbetriebe pro Arbeitsplatz bis zu 15.000 Euro (insgesamt bis 100.000 Euro pro Unternehmen) bekommen, um Arbeitsplätze zu sichern, indem sie beispielsweise in Energie-Effizienzmaßnahmen, Digitalisierung, Elektromobilität oder andere notwendige Modernisierungen investieren.

Antragsteller⁠/​Antragstellerin:

Die Beantragung erfolgt durch die Arbeitgeberin beziehungsweise den Arbeitgeber.

Laufzeit des Förderprogramms:

Von: 01.01.2024 Bis: 31.12.2026

Förderumfang:

Die Inklusionsbetriebe stehen als Betriebe des allgemeinen Arbeitsmarktes vor erheblichen Herausforderungen. Die Covid-19 Pandemie hat große Teile der Inklusionsbetriebe erheblich getroffen. Rund ein Drittel der Betriebe sind in den besonders betroffenen Branchen Gastronomie, Hotellerie und Industriedienstleistungen tätig. Trotz der verschiedenen Wirtschaftshilfen waren zahlreiche Betriebe, gezwungen ihre Rücklagen aufzubrauchen. Hinzu kommen nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine bis heute gravierend gestiegene Kosten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die gestiegenen Energiepreise. Dies alles hat erhebliche Auswirkungen auf die Liquiditätssituation der Inklusionsbetriebe und deren Investitionsfähigkeit. Dabei sind gerade jetzt strategisch notwendige Investitionen in die Digitalisierung, in die Elektrifizierung von Fuhrpark und Produktionsmitteln sowie insgesamt in die energieeffiziente Erzeugung von Produkten und Dienstleistungen erforderlich, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Angesichts der dargestellten Herausforderungen sind Investitionen in die strukturelle Weiterentwicklung und Anpassung erforderlich. Die Aktion Mensch fördert hierzu seit Sommer 2022 gemeinnützige Inklusionsbetriebe bei der Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur strukturellen Weiterentwicklung. Privatrechtliche Inklusionsbetriebe oder –abteilungen können von diesem Programm der Aktion Mensch nicht profitieren.

Diese Lücke will das LWL-Inklusionsamt Arbeit schließen. Das Ziel ist es, alle Inklusionsbetriebe, unabhängig von der Rechtsform, durch Förderung von Beratungs- und Investitionsmaßnahmen zu unterstützen, die zur Sicherung und strategischen Weiterentwicklung von Inklusionsbetrieben dienen. Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen und damit auch der Beschäftigungsverhältnisse von Menschen mit Behinderungen zu fördern.

Konkret sollen die Fördermittel insbesondere für Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen, Digitalisierung, Elektromobilität und notwendige Modernisierungen zur Verfügung gestellt werden. Dabei sind diese Mittel nicht an die Neuschaffung von Arbeitsplätzen geknüpft. Die Förderung zur Sicherung bestehender Arbeitsplätze kann bis zu 15.000 Euro pro Arbeitsplatz für Menschen der Zielgruppe des § 215 SGB IX maximal bis zu 100.000 Euro pro Unternehmen bis zum Ende des Programms betragen.

Hinweise:

Inklusionsbetriebe nehmen eine sehr wichtige Funktion im inklusiven Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen ein. Sie schaffen Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen, die sonst keine ausreichende Chance auf eine Tätigkeit im allgemeinen Arbeitsmarkt hätten. In Westfalen-Lippe sind Inklusionsbetriebe besonders zahlreich vertreten.

Im Rahmen der Leitziele 1 und 2 des LWL-Projektes „Aufbruch inklusiver Arbeitsmarkt“ will das LWL-Inklusionsamt Arbeit den weiteren Ausbau aber auch die Sicherung von Arbeitsplätzen in Inklusionsbetrieben ermöglichen. Dafür wurde das Fördermoratorium aus dem Jahr 2014/2015 für Inklusionsbetriebe am 01.01.2024 aufgehoben. Aus Mitteln der Ausgleichsabgabe ist somit ein weiterer Ausbau und eine nachhaltige Finanzierung von Inklusionsbetrieben in Westfalen-Lippe möglich.

Inklusionsbetriebe wenden sich zwecks Beratung und Begleitung an das Inklusionsamt des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL).

Kontakt:

Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) - Inklusionsamt

Externe Links:

Landschaftsverband Westfalen-Lippe - Pressemitteilung vom 29.2.2024
Landschaftsverband Westfalen-Lippe - Beschluss-Fassung 15/2184 - Förderung von Inklusionsbetrieben - Teilprojekt zum Aufbruch inklusiver Arbeitsmarkt

Referenznummer:

FOE/100587


Informationsstand: 27.03.2024