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Mitarbeitende mit Schwerbehinderung. Was nun?

Was ist, wenn eine langjährige Mitarbeiterin oder ein langjähriger Mitarbeiter ganz neu schwerbehindert ist? 

Die wichtigste Information zuerst: eine offziell anerkannte Schwerbehinderung sagt nichts über die Leistungsfähigkeit der betroffenen Person aus. Die sozialrechtliche Definition von „Behinderung“ ist vor allem wichtig, um festzulegen, wie die Voraussetzungen für ausgleichende Hilfen und Leistungen sind. 

Was finden Sie auf dieser Seite?

Was bedeutet Behinderung?

Es leben ca. 7,9 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland.

Schwerbehinderung beziehungsweise der Grad der Behinderung (GdB) wird auf Antrag des behinderten Menschen von der zuständigen Versorgungsverwaltung festgestellt. Ab einem GdB von 50 werden Menschen als 'schwerbehindert' eingestuft. Sie erhalten einen Schwerbehindertenausweis und damit bestimmte Rechte.

Wir erklären den Begriff „Behinderung” und geben Unternehmen Tipps, wie man ein inklusives Arbeitsumfeld schafft, in dem Menschen mit und ohne Behinderungen gemeinsam erfolgreich tätig sein können.

„Ich sehe gar keine Behinderung"

Behinderungen bestehen vergleichsweise selten seit der Geburt oder im Kindesalter, sondern entstehen meist erst im fortgeschrittenen Alter. Etwas weniger als die Hälfte (45 % oder 3,6 Millionen) der Schwerbehinderten gehörte der Altersgruppe von 55 bis 74 Jahren an.

Knapp 91 % der schweren Behinderungen wurden durch eine Krankheit verursacht, rund 3 % der Behinderungen waren angeboren oder traten im ersten Lebensjahr auf. 1 % der Behinderungen waren auf einen Unfall oder eine Berufskrankheit zurückzuführen. 

Eine große Anzahl an Menschen mit Schwerbehinderung haben Erkrankungen, die man nicht auf den ersten Blick sieht.

Welche Rechte und Pflichten habe ich?

Was muss ich bei der Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen beachten? Wie läuft das mit dem Zusatzurlaub? Darf ich nach der Behinderung fragen? Dürfen sie gekündigt werden? 

Muss die Arbeit oder der Arbeitsplatz geändert werden?

Nicht jeder Arbeitsplatz muss wegen einer Behinderung angepasst werden. 

Viele Einschränkungen können aber durch technische, organisatorische, personelle und/oder qualifizierende Maßnahmen ausgeglichen werden. 
Wir erklären, welche Gestaltungsmöglichkeiten es gibt, was Nachteilsausgleiche sind und was man unter behinderungsgerechter Beschäftigung versteht.

Fördermöglichkeiten und Ausgleich

Unternehmen mit monatlich mindestens 20 Arbeitsplätzen im Jahresdurchschnitt sind gesetzlich verpflichtet, mindestens fünf Prozent schwerbehinderte oder ihnen gleichgestellte Menschen zu beschäftigen. Unternehmen, die unter dieser Pflichtquote bleiben, müssen für jeden unbesetzten Pflichtarbeitsplatz eine Ausgleichsabgabe zahlen. Sie wird ausschließlich für die Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben eingesetzt – beispielsweise für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in Unternehmen.

Wer hilft mir weiter?

Wir geben einen Überblick über verschiedene Fachstellen, Beratungsstellen und Fachkräfte, die Sie bei allen Angelegenheiten unterstützen.